"Wir müssen an unsere Grenze gehen"

Interview mit FCE-Kapitän Martin Männel über Heidenheim, seine Familie und Zwischenziele

Martin Männel ist ein starker Charakter, ein super Torwart und ein Typ, den die Fans lieben. Das Pokalspiel gegen Heidenheim wird für den Kapitän der Veilchen ein ganz besonderes. Darüber sprach BLICK-Reporterin Katja Lippmann-Wagner mit ihm.

Ist Heidenheim Ihr Wunschgegner?

Nicht mein Wunschgegner, aber es war mein prophezeiter Gegner. Es ist so, dass gewisse Dinge im Leben manchmal so kommen, wie sie kommen müssen. Da gehörte diese Auslosung für mich ein bisschen mit dazu. Heidenheim ist für mich kein schlechter Gegner, kein einfach zu bespielender Gegner. Da kommt sicherlich eine Mannschaft auf uns zu, die uns keinen Meter schenken wird. Deswegen müssen wir auch da an unsere Grenze gehen.

Privat natürlich schon. Wir versuchen, unserem Sohn zu zeigen, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Er versteht es immer mehr. Damit meine ich auch nicht nur, jeden Tag den Adventskalender zu öffnen oder sich auf die Geschenke zu freuen, die es dann Heiligabend geben wird, sondern ihm auch zu erklären, warum wir das feiern. Und so stimmt man sich ganz automatisch auf die Weihnachtszeit ein.

Und sportlich gesehen, machen Sie sich die Geschenke momentan ja selbst?

Das kann man jetzt so sagen. Auf jeden Fall haben wir in den letzten Wochen viele Punkte eingeheimst. Wir wollen natürlich auch am Heiligabend am Weihnachtsbaum sitzen und diese positive Stimmung weiterhin haben. Das bedeutet natürlich, dass wir uns in den nächsten drei Spielen wieder richtig konzentrieren müssen und an unsere Leistungsgrenzen gehen müssen. Ich wünsche mir einfach, dass wir auch die letzten drei Spiele des Jahres noch einmal in einer richtig guten Qualität abliefern können.

Natürlich schaue ich mir die Tabelle an. Es ist auch nicht so, dass uns das irgendjemand verboten hat. Aber wir hatten vor der Saison als Ziel ausgegeben, dass wir zum Winter eine Position eingenommen haben, die es uns ermöglicht, die Wintervorbereitung und die Rückrunde dann zu nutzen, um wirklich vorn angreifen zu können. Dieses Zwischenziel ist fast erreicht. Wir haben jetzt noch zwei Ligaspiele, in denen es gilt, diese Situation, die wir uns jetzt nach 19 Spieltagen geschaffen haben zu erhalten.