Wir nehmen die Herausforderungen an

Gesellschaft Arbeitskreis lädt zu Diskussionsabend ein

Bürgerbeteiligung, Familienbilder, Fremde als Nachbarn - Herausforderungen kommunaler Sozialpolitik, dass sind die Themen die am 23. November um 19.30 im Annaberger Soziokulturellen Zentrum Alte Brauerei bei einem Diskussionsabend zur Debatte stehen. Initiiert wird die Veranstaltung vom Annaberger Arbeitskreis "5=Trumpf", sprich vier Jugendhäusern und dem Familienzentrum Annaberg. Christiane Warnat-Lehker ist die Koordinatorin des Arbeitskreises und erklärt: "Mit unserem Diskussionsabend möchten wir die Entscheidungsträger dazu auffordern, sich zu sozialen Zukunftsthemen bis 2020 zu positionieren. Dabei sollen Fachkräfte sozialer Arbeit und interessierte Bürger mit den Kommunalpolitikern ins Gespräch kommen. Eingeladen sind Staatsministerin Barbara Klepsch, Oberbürgermeister Rolf Schmidt sowie Vertreter aller Stadtratsfraktionen." Die Veranstaltung ist thematisch eingegrenzt und hat drei Themenschwerpunkte, zu denen es jeweils einen konzentriert-fachlichen Input aus dem Arbeitskreis "5=Trumpf" gibt. Dabei geht es um Chancen für die Jugend, um Bürgerbeteiligung, Kennzeichen einer familienfreundlichen, inklusive einer seniorenfreundlichen Kommune sowie der Herausforderung Migration. Hier rücken vor allem Minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge sowie die Integration von Flüchtlingsfamilien in der Stadt in den Focus. Für Christiane Warnat-Lehker steht fest: "Wir werden auch, aber nicht nur über Flüchtlinge reden. Doch was diese Thematik betrifft, so bin ich der Meinung: Wir haben keine Flüchtlingskrise, sondern eine Organisationskrise. In Annaberg-Buchholz haben mehr als 200 Flüchtlinge Asyl beantragt. Sie alle sind dezentral untergebracht und machen knapp ein Prozent der Bevölkerung aus. In den Jugendhäusern der Stadt und im Familienzentrum gibt es viele Angebote. Dazu gehört auch Deutschunterricht." Zu all dem kann am 23. November diskutiert werden. Alle interessierten Bürger sind dazu eingeladen.