Wir sind für die Bürger und ihre Probleme da

Interview mit Bernhard Hellwig, 2. Vorsitzender des Seniorenbeirates

Wenn Senioren Unterstützung brauchen, dann sind sie beim Annaberger Seniorenbeirat an der richtigen Adresse. Bernhard Hellwig ist seit fünf Jahren Mitglied des Seniorenbeirats. Er und seine 12 Mitstreiter helfen gern bei der Klärung von Problemen. BLICK sprach mit dem 68-Jährigen über die Arbeit des Beirats:

Was ist der Seniorenbeirat und wer macht mit?

Unsere Mitglieder kommen aus Vereinen und Verbänden, die sich mit Seniorenarbeit befassen. Wir sind für die Bevölkerung da und versuchen in Annaberg-Buchholz ein Netzwerk zu schaffen, um mehr Ansprechpartner für die Belange der Senioren zu aktivieren. Ich arbeite im Beirat mit, weil ich etwas für die Stadt tun und mich sozial engagieren möchte. Die Mitglieder unseres Seniorenbeirates halten in fünf verschiedenen Orten Sprechstunden ab.

Welchen Aufgaben widmet sich der Seniorenbeirat ganz speziell?

Viele Bürger kommen mit Problemen und die versuchen wir dann in ihrem Sinne zu lösen. Dabei kämpfen wir auch sehr stark gegen die Altersarmut und setzen uns in der Seniorenbegleitung sowie Betreuung ein. Außerdem organisieren und gestalten wir zahlreiche Veranstaltungen wie Vorträge, Weiterbildungen, Sportfeste, Adventsfeiern mit, besuchen Jubilare, gehen in Pflegeheime und sind beim Babyempfang dabei. Wir arbeiten mit sozialen Netzwerken wie dem Soziokulturellen Zentrum "Alte Brauerei", dem CJD, dem Familienzentrum, dem Begegnungszentrum "Zur Spitze" sowie Landes- und Kreisvertretungen zusammen.

Welche Probleme sehen sie persönlich in der Arbeit des Beirates?

Besonders beim Generationenverständnis und dem Solidargedanken liegt heutzutage leider vieles im Argen. Es ist schwierig, die Menschen fürs ehrenamtliche Engagement zu gewinnen. Alle Vereine haben mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Doch speziell Traditionspflege und Bildung verlangen sehr viel Engagement. Zurzeit erarbeiten wir einen Seniorenwegweiser und gehen Seniorenspezifische Probleme an. Dazu gehören ausreichende Toiletten in der Stadt sowie Fußgängerschutzwege. Aufgrund der zunehmenden Verarmung können sich viele Bürger nur noch mit öffentlichen Verkehrsmittel bewegen. Hier ist ebenfalls bürgerliches Engagement gefragt. Als Seniorenbeirat versuchen wir Hemmnisse zwischen den Bürgern und der Verwaltung abzubauen.