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Naturschutz Biologische Vielfalt fängt bei der Streuobstwiese an

Wenn man als vorbildliches Projekt der Weltdekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wird, dann steckt neben großem Engagement und Ideenreichtum auch sehr viel Optimismus dahinter. Denn immerhin erfolgte die Bewertung für das deutsch-tschechische Projekt "Pestry-Bunt. Freunde für biologische Vielfalt im Erzgebirge/ Krusne hory" durch eine bundesweite Fachjury. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Und genau das tun das Naturschutzzentrum Erzgebirge und seine tschechischen Partner auf vielfältige Art und Weise. Dazu erklärt Claudia Pommer als Geschäftsführerin des Naturschutzzentrums: "Projektschwerpunkte sind neben praktischen Naturschutz-Maßnahmen auf der deutschen und tschechischen Seite des Erzgebirges beispielsweise die Renaturierung von Bergwiesen und Fließgewässern, die Entwicklung von Standortenfür vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten und vor allem die Umweltbildungsarbeit im Jugendbereich." Außerdem gibt's eine vielgestaltige Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der heimischen Bevölkerung beider Länder für die einzigartige Naturausstattung der Region und ihrer schützenswerten Besonderheiten. "Natur ohne Grenzen - dies wird in diesem Projekt wortwörtlich umgesetzt," betont Angela Krumme, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt. "Die ´Erzgebirgische NaTouren` bringen interessierte Bürger beider Länder auf erlebnisorientierte Art zusammen. Im Rahmen von binationalen Schülerwettbewerben, Forscherwochen, Praktika und Camps werden auch Jugendliche spielerisch mit der Vielfalt ihrer Heimat vertraut gemacht. Ein schönes nachahmenswertes Projekt, das die Menschen untereinander und mit der Natur verbindet und die Auszeichnung voll verdient."