Wird der Bau in Oelsnitz doch teurer als geplant?

Maßnahme Baukosten-Index bereits um zehn Prozent erhöht

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Matthias Meyer ist Projektleiter bei der Sanierung des Bergbaumuseums. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Das Bergbaumuseum Oelsnitz ist seit Anfang des Jahres wegen Umbau- und Sanierungsarbeiten geschlossen. Ausgewählte Veranstaltungen laufen weiter, die im Knappschaftssaal stattfinden. Für die Maßnahme sind aktuell Kosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro kalkuliert.

Gefördert wird das Ganze vom Bund und dem Freistaat Sachsen, dem Erzgebirgskreis und der Stadt Oelsnitz. Bis 2020 zur Landesausstellung soll ein Teilbereich des Bergbaumuseums fertig sein. Matthias Meyer ist seitens des Landratsamtes des Erzgebirgskreises Projektleiter bei der Sanierung des Bergbaumuseums. Er sagt: "Die Kostenentwicklung ist derzeit ein Lotto-Spiel."

Der schwankende Markt ist derzeit noch ungewiss

Es habe zwischen dem Kreistagsbeschluss 2016 und dem jetzigen Stand bereits eine Baukosten-Index-Erhöhung von zehn Prozent gegeben. Im Budget sei ein Puffer von zehn Prozent einkalkuliert. Somit könne man das noch abfedern. "Die größere Unbekannte ist derzeit der Markt an sich, weil wir nicht wissen, wie die Beteiligung bei den Ausschreibungen aussehen wird und zu welchen Konditionen Angebote vorgelegt werden", so Meyer, der die Erfahrung gemacht hat, dass die Preise sehr schwanken: "Man kann aktuell keine Tendenz erkennen, wohin sich der Markt bewegt. Es gibt Angebote, die sich durchaus im Rahmen der kalkulierten Kosten bewegen, es werden stellenweise aber auch Angebote abgegeben, die horrend sind."

Der Bauabschnitt bis 2020 sei gesichert. Dann müsse man versuchen, den Trend zu erkennen und die Sache neu betrachten. "Dann wissen wir, ob wir einen neuen Beschluss brauchen", sagt Meyer.