Wird die "Staumauer" in Oberoelsnitz tatsächlich ersetzt?

Bauwerk Der Wunsch nach einem Abriss und Neubau

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Das Viadukt in Oelsnitz steht auf der Agenda. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Bei einer Fahrt durch Oelsnitz ist es nicht zu übersehen: das Viadukt - ein monströser Bau - grau, dreckig, unansehnlich. Darüber, sprich über Oberoelsnitz beziehungsweise den Hegebach, führt eine Bahnstrecke. Das Planfeststellungsverfahren für deren Elektrifizierung läuft seit September 2015.

Das Viadukt an sich sehen viele Oelsnitzer als Schandfleck im Stadtbild. Schon seit Jahren ist das Bauwerk, das den umgangssprachlichen Namen "Staumauer" trägt, Gesprächsthema. Am liebsten wäre den Oelsnitzer der Abriss und ein Neubau. Doch solche ein Projekt ist millionenschwer. Das Viadukt an sich hat einige Jahre auf dem Buckel - erbaut wurde es 1877 innerhalb von nur einem halben Jahr. Das sich die Mauern heute so zeigen, liegt auch an der Vergangenheit der Stadt Oelsnitz, die stark vom Bergbau geprägt war.

Was sich derzeit mit dem Hegebach-Quellgebiet auftut, könnte eine Lösung herbeibringen. Die sächsische Landesplanung weist für Oberoelsnitz im Bereich der Quellgebiete des Hegebachs Frischluftentstehungszonen aus. Diese sollten eigentlich die Umgebung mit sauerstoffreicher Luft versorgen.

Doch was der gesunden Luft im Wege steht, ist das Viadukt. Ein Argument, das dabei helfen könnte, dass der unansehnliche Bau verschwindet. Der Betonklotz könnte durch eine leichte Stahlkonstruktion ersetzt werden. Die Kosten werden derzeit auf etwa acht Millionen Euro geschätzt. In Sachsen ist ein entsprechender Topf da, aus dem das Projekt finanziert werden soll.

Im Idealfall wird das Viadukt tatsächlich abgerissen und es gibt stattdessen einen modernen Neubau.