Wirtschaftsminister auf Kreativtour

Innovation Der Fokus liegt auf der Kultur- und Kreativwirtschaft

Annaberg-Buchholz Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat am vergangenen Mittwoch seine Kreativtour quer durch Sachsen gestartet. Neben Unternehmen in Zwönitz, Cranzahl und Schneeberg führte ihn seine Tour auch ins Alte Stadtbad in Annaberg-Buchholz. Im Mittelpunkt standen die regionale Kultur- und Kreativwirtschaft und die Frage, wie man es schafft, Fachkräfte zu finden und zu halten. Für den Minister spielt die Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Fachkräftesicherung eine wichtige Rolle, weil sie innovativ und identitätsstiftend ist. Immerhin erwirtschaften knapp 10.000 Unternehmen pro Jahr einen Umsatz von über drei Milliarden Euro. Zirka 45 Prozent aller Kreativen in Sachsen sitzen nicht in Chemnitz, Leipzig oder Dresden, sondern irgendwo dazwischen.

Wunsch nach mehr Offenheit zur Selbstverwirklichung

Martin Dulig wollte wissen, was junge Menschen in ihrer ländlichen Heimat hält, weshalb sie zurückkehren und welche Anziehungskraft die Regionen haben. Das alles kam im Stadtbad zur Sprache. Hier waren Oberbürgermeister Rolf Schmidt und Matthias Lißke von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge aber auch zahlreiche Kreative aus der Region sowie der Verband Kreativwirtschaft Erzgebirge mit vor Ort.

Dessen Vorsitzender Eric Krzeminski kam vor sieben Jahren ins Erzgebirge und stellt heute fest: "Ich fühle mich hier angekommen und erlebe die Erzgebirger als sehr aufgeschlossene Menschen. Hier lässt es sich genauso gut leben, wie in der Stadt." Zur Auftragssituation sagte er allerdings: "Ich würde mir mehr Offenheit wünschen, um etwas auszuprobieren und sich selbst überraschen zu lassen."

Region von Machern

Für Matthias Lißke hat sich die Wirtschaft im Erzgebirge fantastisch entwickelt. Er meinte: "Es gibt stabile Firmen die dringend Fachkräfte brauchen. Wir haben ein tolles Handwerk, aber auch viele Nischen und sind eine Region von Machern."