• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Wo Geschichte lebendig wird

Januarschau Krippen und Weihnachtsberge laden ein

Geschichten erzählen ist genau das, was die einzigartigen Exponate der diesjährigen Januarschau im Annaberger Kulturzentrum "Erzhammer" ausmacht. Noch bis zum 31. Januar gibt es die Ausstellung unter dem Titel "Krippen und Weihnachtsberge und erzählte Geschichten aus unserer Heimat" zu sehen. Auch Erhard Schaarschmidt aus Arnsfeld, hat eine wunderbare Weihnachtskrippe beigesteuert. Der 79-Jährige verrät dazu: "Alle Figuren der Krippe sind ausschließlich meine eigenen Entwürfe. Ich habe nichts abgekupfert. Wichtig war mir jedoch die zeitgemäße Sicht und der Stil. Ich versuche immer im Hinblick auf die Figuren, deren Mimik und Haltung das Wesentliche herauszuarbeiten." Das Wesentliche hat sich ebenso Rudolf Hannawald aus Bärenstein auf die Fahne geschrieben. Er präsentiert im Erzhammer seine Figurengruppe "Fatzer - fahrende Musikanten aus dem böhmischen Erzgebirge". "Die Szene ist ein Stück erzgebirgisch-böhmischer Geschichte. Mit dem Niedergang des Bergbaues im sächsisch-böhmischen Erzgebirge im 18. Jahrhundert schlossen sich ehemalige Bergmusikanten zusammen und spielten als Gelegenheitsmusiker zu Schützenfesten, auf Jahrmärkten, zu Kirmes und sonntäglichen Tanzveranstaltungen auf. Um 1860 sollen zirka 400 Musikanten als 'Fatzer' aus dem Musikland Böhmen und seinen Hochburgen wie Preßnitz, Seifen, Joachimsthal und Gottesgab in etwa 50 Gruppen allein in Sachsen unterwegs gewesen sein", weiß Rudolf Hannawald. Unter seinen geschnitzten Musikanten befindet sich sogar ein Harfenmädchen mit einer "Hakenharfe". Doch auch Kaiser Franz Joseph sowie Anton Günther hat der Schnitzer in seiner "Fatzer-Truppe" verewigt. Schon das zeigt, dass die Ausstellungsstücke gelebte Geschichte sind und ein Gesamtbild mit außergewöhnlichen Inszenierungen ergeben.