Wochenmarkt soll wieder lebendig werden: Diese Gemeinde lockt mit attraktivem Angebot

Die Wochenmärkte im Erzgebirge werden immer weniger besucht

Großolbersdorf

Was für Zeiten waren das, als die Wochenmärkte im Erzgebirge noch lebendig und bunt waren! Gedränge an den Ständen, ein herzliches „Hallo“ zwischen Händlern und Kunden, vertraute Begegnungen und eine große Auswahl an Waren und Dienstleistungen prägten das Markttreiben.

Doch heute ist es still geworden auf den Märkten – die Händler bleiben aus, weil die Kundschaft fehlt. So auch in Großolbersdorf.

Händler und Kundschaft bleiben weg

„Früher hatten wir jede Woche ein vielfältiges Angebot“, erinnert sich Mandy Haase von der Gemeindeverwaltung. „Doch nach und nach wurde es immer weniger. Manche Händler mussten aus verschiedenen Gründen aufgeben, andere blieben wegen mangelnden Interesses weg. Trotzdem möchten wir den Markt gern erhalten.“ Eigentlich sollte er wöchentlich stattfinden, doch heute besteht der Markt meist nur noch aus einem Hähnchengrill und Bratnudeln.“

Treues Trio hofft auf Wandel

Nur alle drei Wochen kommt ein treues Trio nach Großolbersdorf: Angela Schubert-Adresen mit ihrem Textilstand, Stefan Kempe, der Holzspielzeug und Haushaltswaren verkauft sowie Bodo Jahn mit einer großen Auswahl an Schuhen und Socken.

Frau Schubert-Adresen betreibt ihren Stand bereits seit 32 Jahren und reist aus Geyer an – jedes mal zweieinhalb Stunden Aufbau und eine Stunde Abbau. Die Herren Kempe und Jahn fahren von Freiberg hierher. „Ich habe hochwertige, vor allem deutsche Artikel, die besonders bei älteren Kunden beliebt sind. Deshalb nehme ich den Aufwand gerne auf mich“, erklärt Frau Schubert-Adresen. Doch sie weiß auch: „Es läuft langsam und zäh.“

Stefan Kempe sieht es ähnlich: „Es lohnt sich momentan kaum noch. Der Markt ist für uns eher ein Verlustgeschäft.“ Auch Bodo Jahn bestätigt das und bedauert, dass ausgerechnet ein solch wichtiger Teil des Lebens schwächelt.

Gemeinde Großolbersdorf bietet kostenlose Einkaufsfahrt

Die Gemeinde Großolbersdorf hat jedoch reagiert und bietet inzwischen besonders für die Älteren einen kostenlosen Shuttle-Service aus den umliegenden Orten zum Markt und zurück an. „Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses Angebot angenommen wird. Einfach melden, wir kümmern uns um alles“, so Frau Haase. Überhaupt hat Großolbersdorf mehr als manch anderer Ort zu bieten. Geschäfte, Apotheke, Sparkasse, Dienstleistungen und sogar ein Museum laden zum Bummeln ein.

Am 24. Juni 2026 gibt es wieder Gelegenheit, all das zu erleben – und wer möchte, wird sogar kostenlos kutschiert. Macht das nicht Lust darauf, den Wochenmarkt wieder mit Leben zu füllen?

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich