Wohn- und Pflegezentrum: Mit Mut andere Wege gehen

Empfang WPA punktet mit Neueröffnungen

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Wally, Paula und Anna (WPA) sorgten mit ihren weiteren Darstellern für jede Menge Lacher. (links im Bild: GF Björn Buchold) Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Es ist erfrischend, wenn ein Geschäftsführer nicht nur mit Engagement, sondern mit viel Humor für seine Einrichtung und damit auch für seine Mitarbeiter einsteht. Björn Buchold, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH (WPA) ist ein solcher Chef.

Dies wurde vor allem beim Neujahrsempfang am Dienstag wieder deutlich. In seiner Rede brachte Björn Buchold wie immer Tatsachen auf den Punkt. Er sprach davon, Kunden und Mitmenschen zu begeistern mit dem Ziel, dass Kunden zu Fans werden. Doch er sagte auch: "Es schaudert mich, wenn Grundfeste wie Ehrlichkeit, Gleichheit, und Meinungsfreiheit nichts mehr wert zu scheinen sein. Es bekümmert mich, wenn Menschen diskriminiert und schuldig gemacht werden. Ich habe mit mir lange gerungen, heute eine Meinung zu haben, aber ich persönlich möchte als Geschäftsführer des WPA mit Werten führen und nicht mit der Willkür meines Amtes. Diese Werte sind Ehrlichkeit, Transparenz, Vorbildwirkung, Gleichberechtigung und Selbstreflexion."

Björn Buchold redete auch vom Mut, andere Wege zu gehen und den Menschen der Region einen echten Nutzen zu bieten. Und deshalb werden in diesem Jahr die zahlreichen bisherigen Angebote des WPA aufgestockt. Im Oktober eröffnet das neue Wohnquartier im Annaberger Münzviertel. In der Johannisgasse 7 und 9 entstehen 17 betreute Einpersonenwohnungen, eine Tagespflege für 15 Gäste und ein Beratungsstützpunkt für die Bürger der Altstadt. Auch in der Gemeinde Mildenau wird es ab dem 3. Quartal eine Tagespflege für 15 Gäste geben.

Zudem beschäftigt das Unternehmen derzeit 30 Auszubildende. 23 davon erlernen den Beruf des Altenpflegers. Dass die Arbeit im WPA Spaß macht und dass es in der Einrichtung selten "bierernst" zugeht, zeigte das Programm am Dienstag. Denn Wally (Martina Welter), Paula (Konstanze Hanuschka) und Anna (Carola Lorenz) definierten WPA auf ihre Weise. Das Publikum war von der frechen und selbstironischen Art des Sketches restlos begeistert.