Wohnungsgenossenschaft Zschopau feiert Jubiläum

Jubiläum Zusammenhalt seit 100 Jahren - Großes Fest am 23. Juni

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Günter Lorenz liebt seinen Garten mitten in der Siedlung. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Mit einem bunten Festprogramm feiert die Wohnungsgenossenschaft Zschopau am 23. Juni ihr 100-jähriges Bestehen. Im und am Park "An den Anlagen" werden ab 11.30 Uhr bis gegen Mitternacht zahlreiche musikalische Darbietungen, Auftritte von Komiker Hans Krüger sowie Shows mit Akrobatik und Feuer zu erleben sein. "Wir haben ganz bewusst einen Veranstaltungsort im Zentrum gewählt, um zu zeigen, dass wir ein wesentlicher Bestandteil der Stadt sind", sagt Vorstandsmitglied Angela Glöckner.

Schon seit dem Sommer 1918, als 33 Mitglieder den ersten Schritt wagten, spielt die Genossenschaft in Zschopau eine wichtige Rolle. Anfangs sollte eine Lösung gefunden werden, um die damalige Wohnungsnot zu beseitigen und Kriegsrückkehrern ein Zuhause zu bieten.

Genossenschaft hat rund 1000 Mitglieder

Doch durch den wirtschaftlichen Aufschwung, der sich nicht zuletzt durch die Maschinenfabrik von Jörgen Skafte Rasmussen bemerkbar machte, wurden immer mehr Wohnungen gebraucht. Zum "Herz" der Genossenschaft wurde dabei "Die Siedlung", die an der heutigen Kantor-Geißler-Straße, der Moritz-Nietzel-Straße und am Gräbel gebaut wurde. Mit dem Kauf des dortigen Baulandes nahm die Geschichte 1918 ihren Lauf.

Durch den Zusammenschluss mit zwei weiteren Genossenschaften Ende der 1980er-Jahre wurden neue Dimensionen erreicht. Aktuell gehören über 1000 Mitglieder zur Wohnungsgenossenschaft Zschopau. Die insgesamt 1046 Wohneinheiten verteilen sich inzwischen auch auf andere Gebiete der Stadt, doch "Die Siedlung" steht noch immer für den generellen Charakter. "Der Zusammenhalt der Leute ist nach wie vor spürbar", sagt Günter Lorenz.

Er muss es wissen, denn seit er 1977 die dortige Hausmeisterstelle übernahm, ist er der Siedlung treu geblieben. Jahrzehntelang war er als Helfer zur Stelle, wenn etwas repariert werden musste. Nun ist er Rentner, unterhält sich aber immer noch täglich mit seinen Nachbarn. Dank der Gärten und dem zentral gelegenen Wäscheplatz haben alle Anwohner die Natur vor der Haustür. Es ist ein gemütlicher Treffpunkt für Jung und Alt - genau wie das Fest am 23. Juni.