Wolf reißt Alpakas in Rübenau

Tiere Landwirtin muss ihre Lieblinge nun nachts einsperren

Rübenau. 

Rübenau. In der Nacht vom Sonntag auf Montag hat ein Wolf in Rübenau zugeschlagen. Zwei Alpakas fielen ihm zum Opfer. "Das Muttertier hat er mit einem Biss in den Kehlkopf getötet. Das Junge hat er mitgenommen. Von ihm haben wir nur ein Hinterbein gefunden", sagte die Betroffene. Unter den Bauzaun, der die Tiere eigentlich schützen sollte, hat sich der Wolf hindurchgezwängt. Das Gehege steht nicht sehr weit weg vom Wohnhaus. "Er traut sich ganz schön weit vor in bewohntes Gebiet", wunderte die Landwirtin. Dabei hieß es bislang, dass Wölfe Alpakas nicht angreifen würden. Jasmin Hänel wurde nun eines Besseren belehrt. Sie züchtet die Tiere schon seit Jahren. Mit zwei Tieren aus dem Hirschfelder Tierpark hatte es begonnen. "Uns haben die Tiere schon immer fasziniert", betont die 22-Jährige. Sie liebt ihr Aussehen, ihr ruhiges gelassenes Wesen und die kuschelige Wolle.

Es bleiben nur noch acht

Auf zehn Exemplare war die Herde im Laufe der vergangenen Jahren angewachsen. Nun sind leider nur noch acht verblieben. Für Jasmin Hänel ist es vor allem der emotionale Verlust. Schließlich verbindet sie mit jedem einzelnen eine enge Bindung. Sie sind ihr ans Herz gewachsen. Jedes Tier hat seine Eigenheiten. Nun müssen die Alpakas die Nächte vorerst im Stall verbringen. "Das wird ihnen nicht gefallen, aber anders geht es leider nicht", so die Landwirtin. Die Rübenauerin zählt zum Team des Landwirtschaftsbetriebes, den ihr Vater Mirko Hänel führt. Hier werden etwa 90 Milchkühe gehegt, gepflegt und gemolken. Außerdem gibt es eigene Nachzuchttiere. Das Unternehmen bewirtschaftet etwa 190 Hektar Land. Schweine leben hier auch. Fleisch und Wurst gibt es im eigenen Hofladen. Wer frische Milch möchte, kann auf dem Hof selber zapfen.

 

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