Wolkenstein zwischen Schulden und neuen Investitionen

Finanzen Wolkenstein muss weiterhin Schulden abstottern

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Foto: Getty Images/iStockphoto/BrianAJackson

Wolkenstein. Auch wenn die Stadt Wolkenstein im Jahr 2018 erneut einige Millionen Euro investieren will - unter anderem in Schloss, schnelles Internet und die Kita Gehringswalde - plagen sie weiterhin Schulden. 4,6 Millionen Euro werden es zum Jahresende sein, sagte Kämmerin Diana Helbig im Stadtrat. Davon sollen rund 240.000 Euro dieses Jahr getilgt werden. Geht die Rückzahlung wie geplant weiter, soll der Schuldenberg bis 2022 auf unter vier Millionen Euro schrumpfen.

So sieht die Finanzlage aus:

Ein Großteil der Verbindlichkeiten betrifft Investitionen im Kurort Warmbad vor vielen Jahren durch die damalige Kurgesellschaft. Nur 1,4 Millionen Euro gehen zurück auf Investitionen der Stadt. Jedoch erklärt die Kämmerin, dass das Kurzentrum jährlich Geld für Zins und Tilgung der Kurkredite erstatte. Doch die Stadt kann sich auch über Einnahmen freuen.

Insgesamt knapp fünf Millionen Euro fließen durch Steuern und andere Abgaben sowie Zuwendungen nach Wolkenstein. So rechnet die Kämmerin mit Einnahmen durch die Gewerbesteuer von nahezu einer Million Euro. Rund 870.000 Euro erhält Wolkenstein als Schlüsselzuweisung vom Land, die Summe bemisst sich an der Einwohnerzahl. Zudem geht die Verwaltung von Einnahmen in Höhe von rund 180.000 Euro durch die Kurtaxe aus. Dem stehen wiederum Ausgaben, etwa für Investitionen und das Personal, gegenüber.

Bekommt die Kita einen Anbau?

Ein Projekt ist die Kindertagesstätte "Regenbogen" in Gehringswalde, die in diesem Jahr planmäßig saniert werden soll. Die Stadt plant jedoch noch Größeres: Sie denkt über einen Anbau an das Gebäude oder einen Neubau der Kita nach. Denn die Kinderzahlen in Wolkenstein steigen.

Die Personalkosten in der Stadt Wolkenstein betragen 2018 rund 2,2 Millionen Euro. Geld überweist die Stadtverwaltung auch an das Landratsamt, die Umlage beläuft sich auf 922.000 Euro. Jedoch erklärte Bürgermeister Wolfram Liebing, dass die Höhe der Umlage für den Erzgebirgskreis die niedrigste in ganz Sachsen sei.