Wolkensteiner Straßenbäume werden gepflegt

Pflege Baumschau zeigt, dass Arbeiten mindestens 30.000 Euro kosten würden

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Foto: Harry Härtel

Wolkenstein. Die Stadt Wolkenstein will neue Wege in der Pflege ihrer Straßenbäume gehen. Die Stürme der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass man sich verstärkt um die Bäume kümmern müsse, sagte Bauamtsleiter Jens Voigt im Stadtrat. Dort stellte er das neue Konzept der Baumpflege vor. Bäume am Straßenrand, die zum sogenannten Straßenbegleitgrün gehören, befinden sich im Eigentum der Stadt, die Verwaltung muss ich um ihren Erhalt kümmern.

Betrachtung muss ins Detail gehen

Bisher habe die Stadt die Großgehölze bei den Baumschauen abgefahren und Maßnahmen wie etwa Pflege oder Fällung festgelegt, so Voigt. Das sei eine sehr grobe Betrachtung gewesen. "Wir müssen tiefer ins Detail gehen", steht für ihn fest.

So habe die Verwaltung seit Herbst bis jetzt eine Baumschau, die generell zweimal jährlich erfolgen müsse, durchgeführt und jeden Baum am Straßenrand unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse füllen einen dicken Ordner, den der Amtsleiter den Stadträten präsentierte. Ebenso wie die Kosten der Baumschau in Höhe von 4.000 Euro.

Auch Neupflanzungen sollten geplant werden

Doch das ist bei weitem nicht genug. In Teilen habe man die Baumschau schon ausgewertet und festgestellt, dass Kosten für Pflegearbeiten zwischen 30.000 Euro und 35.000 Euro fällig werden. Dafür müsse man entsprechende Dienstleister beauftragen, so Jens Voigt. Weitere Arbeiten im gleichen Kostenbereich müsse der Bauhof übernehmen. Stadtrat Reinhard Seidel (Demokratische Wählervereinigung) forderte die Verwaltung auf, weniger zu fällen und sich stattdessen Gedanken um Anpflanzungen zu machen.

Der Bauamtsleiter versicherte, dass nur sehr wenige Fällungen erfolgen würden, die zudem von einem Gutachter empfohlen werden müssten. "Wir machen es uns nicht leicht, Bäume zu fällen. Doch wenn sie ein Risiko sind, müssen wir Maßnahmen ergreifen", so Voigt.