Wunderwerk der Mechanik fasziniert in Niederwürschnitz

Verein Weihnachtsberg- und Schnitzverein stellt aus

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Der orientalische Weihnachtsberg im Vereinshaus in Niederwürschnitz. Foto: Armin Leischel

Niederwürschnitz. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel kommen viele Besuchern, die den orientalischen Weihnachtsberg im Vereinshaus in Niederwürschnitz in Augenschein nehmen wollen. Mit seinem mechanischen Wunderwerk angetrieben zeigt er auf einer Fläche von etwa 25 Quadratmetern in 48 Bildern die gesamte Lebens- und Leidensgeschichte von Jesus Christus von der Geburt bis zu seiner Kreuzigung und Auferstehung.

Damit ist der Weihnachtsberg einer der größten seiner Art in Deutschland. Erhalten und betrieben wird der Berg vom Weihnachtsberg- und Schnitzverein Niederwürschnitz. Die Geschichte begann im Jahr 1892. Im März 1892 bildete sich der damalige Weihnachtsbergverein Niederwürschnitz. Die fünf Gründer des Vereins hatten sich als Aufgabe gestellt, einen orientalisch-mechanischen Weihnachtsberg zu gestalten. Durch die Nachkriegszustände und Überalterung der Vereinsmitglieder geriet der Berg in Vergessenheit. Genau hundert Jahre später begannen einige Niederwürschnitzer Heimatfreunde, diesen großen Schatz erzgebirgischer Volkskunst, welcher nur noch in Bruchstücken vorhanden war, "zu heben".

Anerkennung gebührt den Männern, die in vielen tausend Stunden unermüdlicher Arbeit den mit 410 handgeschnitzten Figuren- ein großer Teil davon ist beweglich- in alter Schönheit wieder entstanden ließen und restaurierten. Mit dem Niederwürschnitzer orientalischen mechanischen Weihnachtsberg wollen die Mitglieder des Weihnachtsberg- und Schnitzverein den Besuchern Einblick in das Erbe der traditionellen erzgebirgischen Volkskunst geben.

Besucht werden kann die Ausstellung noch an den kommenden Adventssamstagen und Adventssonntagen sowie vom 26. bis 30. Dezember jeweils von 14 bis 18 Uhr. Sonderführungen nach Voranmeldungen unter Tel. 037296/6109.