Yoga und Pilates sind am beliebtesten

INTERVIEW Jens Kaltofen im Gespräch mit BLICK

Foto: Fizkes/Getty Images/iStockphoto

Erzgebirgskreis. Was wäre Deutschland ohne seine Volkshochschulen (VHS)? Einfach um vieles ärmer. Nämlich um Bildung für jedermann. Auch im Erzgebirgskreis sind die Kurse gut besucht. Bei manchen wünscht sich VHS-Chef Jens Kaltofen jedoch etwas mehr Zuspruch. BLICK-Reporterin Ilka Ruck sprach mit ihm über das vergangene und anstehende Semester.

Wann und wo erscheint der neue Programmkatalog für das Frühjahrsemester?

Der neue Programmkatalog liegt schon bereit und ist ab dem 31. Januar im gesamten Erzgebirge zu haben. Über 600 Kurse werden in den Fachbereichen Gesellschaft, Kultur, Sprache, Gesundheit, Beruf und Karriere, EDV und Senioren angeboten. Dazu gehört erneut eine Weiterbildung für Leiter/innen und Erzieher/innen von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen sowie Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe. Interessierte können sich den Katalog in zirka 230 öffentlichen Einrichtungen wie Rathäusern und Gemeindeverwaltungen, Bibliotheken, Schulen, Sparkassen und natürlich an allen Standorten der Volkshochschule in Annaberg-Buchholz, Aue, Olbernhau, Schwarzenberg, Stollberg und Zschopau abholen oder bei uns bestellen.

Was ist am meisten gefragt und wo hapert's noch ein bisschen?

Ganz besonders gefragt sind die Gesundheits- und Präventionskurse wie Yoga, Pilates und Bewegungskurse. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Krankenkassen diese Kurse fördern. In der VHS kann man jedoch auch das Drucken mit einem 3D-Drucker erlernen. Es ist der Einstieg in eine neue Technologie um deren Möglichkeiten und Grenzen zu entdecken. Der Kurs ist vor allem auch etwas für Anwender die Kleinserien herstellen und sich über die Vielseitigkeit informieren wollen. Gut angenommen wird wie gewohnt der Fachbereich Sprachen. Es gibt im Erzgebirge noch viele, die Sprachen lernen wollen, wenn auch das Interesse, Tschechisch zu erlernen, gerade hier an der Grenze etwas zu wünschen lässt. In nur drei bis vier Semestern kann man diese Sprache so gut lernen, dass man im Nachbarland verstanden wird. Wir schulen natürlich auch im Bereich mobile Endgeräte, sprich Smartphones oder Tablets. Alle die nicht damit klarkommen, können sich gerne anmelden.

Was raten Sie in puncto Lernen fürs Leben?

Es sollte sich jeder der im Berufsleben steht, aber auch jeder ganz privat, die Frage stellen, langt mein Wissen auch in Zukunft. Dann wird man feststellen, dass man nie genug weiß und viele Wissenslücken hat. Dafür gibt es die VHS, die zu unschlagbaren günstigen Preisen Weiterbildung auf hohem Niveau und noch dazu in Wohnortnähe anbietet. Im gesamten Erzgebirge muss niemand länger als eine halbe Stunde zu einem der sechs Standorte fahren.