Züchter will junge Leute in die Vereine locken

Ausstellung Jugendobmann begeistert mit neuen Ideen

Gelenau. Fast jeder Verein hat mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Auch für die Kaninchenzüchter ist es nicht leicht, ihre Arbeit Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen. Seit dem vergangenen Jahr ist René Weißbach Obmann für Jugendarbeit der Kaninchenzüchter im erweiterten Vorstand des Kreisverbandes Annaberg. Und da der Schlettauer um die Problematik weiß, lud er im Rahmen der Kreisschau in Gelenau erstmalig seit Jahren wieder zu einem Kinder- und Jugendzüchtertreffen ein. Für ihn steht fest: "In den letzten Jahren ist in punkto Jugendarbeit zu wenig passiert. Alles braucht seine Zeit und deshalb wollte ich mich den jungen Züchtern persönlich vorstellen und ihre Fragen beantworten."

Für Enie Pienkny ist Kaninchenzucht nichts Neues. Die Elfjährige arbeitet seit zwei Jahren im S 174 Geyer mit und liebt ihre Tiere. "Auf die Sache mit den Kaninchen hat mich mein Opa gebracht. Zurzeit habe ich sechs Hermelin-Blauaugen und kümmere mich tagtäglich um sie. In unserem Verein konnte ich über die Zucht vieles lernen", verrät das Mädchen. Lernen müssen die Neulinge sowieso erst einmal. Dazu hat René Weißbach eine super Idee: "Ich plane zukünftig eine Züchtergemeinschaft. Es soll eine Art Patenschaft sein, bei der die jungen Leute von den Erwachsenen lernen. Sie sollen erst einmal bei den Großen mitmachen, um dann zu sagen: hier will ich dabei sein." An guten Einfällen mangelt es dem Jugendobman nicht. So imitierte er in diesem Jahr gleich zweimal die Veranstaltung "Kaninhop".