Zündapp- und Hercules-Treffen im Erzgebirge

Event Ein Treffen der Weltmeister am Fichtelberg

Zschopau/Oberwiesenthal. 

Zschopau/Oberwiesenthal. Nach der großen Resonanz auf das Zündapp-Treffen anlässlich "40 Jahre Trophysieg" innerhalb der Classic Enduro-Veranstaltung in Zschopau vor zwei Jahren, kamen diesmal eine Auswahl an Hercules-Fahrern sowie einige andere ehemalige Geländesportler auf anderen Marken hinzu. Die legten daneben ein Blumengebinde im Gedenken an die DDR-Trophyfahrer Hans Weber, Peter Uhlig und Werner Salevsky an der Gedenkstätte nieder. Der eine oder andere mischte sich auch aktiv unter die Fahrer.

Champion trifft auf Champion

Der Trophysieger der Sechstagefahrt von 1957, Walter Aukthun aus Hamburg, mittlerweile 91 Jahre alt. "Mir hat das Treffen im Erzgebirge absolut gefallen. Auf den ehemaligen Weltklasse-Skispringer Jens Weißflog zu treffen, war ein Erlebnis. Bemerkenswert, wie schlank er geblieben ist. Ich stellte ihm eine Frage: Bei uns Geländefahrern ist es so: Geben wir auf dem Motorrad nicht genügend Gas, dann ist der Konkurrent schneller und gewinnt, das ist klar. Aber wenn der Skispringer auf der Schanze genau an der Stelle abfährt wie der andere: Wie kann es dann sein, dass der eine 150 Meter, der andere aber 10 Meter weiter springt. Er hat uns seine Sportart verständlich wiedergegeben und unsere Fragen sehr verständlich beantwortet. Ich habe schon immer das Skispringen verfolgt, das gefällt mir. Ich war im Jahr 1995 bereits einmal im Erzgebirge und es hat sich seitdem viel verändert, es wurde viel gebaut."

Fichtelbergbahn begeistert als Nebenattraktion

Ulrike Feicht, deren Ehemann Robert in Zschopau auf Platz 3 fuhr. Die Münchnerin ist die Tochter des 3-fachen Trophysiegers auf BMW zwischen 1933 und 1935 Ludwig "Wiggerl" Kraus: "Wir sind hier mit den Enduro-Senioren und auch mit unseren Freunden der Deutschen Trophymannschaft von 1975. Bei dieser Gelegenheit haben wir den wunderbaren Ausflug mit der Fichtelbergbahn nach Oberwiesenthal gemacht. Es ist eine tolle Landschaft. Wir waren in der Vergangenheit noch nicht so häufig hier. Dennoch genießen wir es mit jedem Mal aufs Neue, denn Land und Leute sind einfach fantastisch. Bei unserer Ankunft in Oberwiesenthal hat uns der Bürgermeister empfangen und das, was er erzählte, war sehr interessant. Für mich war es eine große Ehre, dass er uns persönlich begrüßte. Das ist bei uns daheim weniger üblich. Und Jens Weißflog kennt man in Bayern, wir sind sehr Wintersport interessiert, sehr beeindruckend. Jens Weißflogs Karriere habe ich schon lange begleitet und fand ihn schon immer sehr sympathisch. Das hat sich bewahrheitet. Er war ja persönlich da und hat uns begrüßt und erzählt. Ich finde es toll, dass er sich als Hotelier in das öffentliche Leben seiner Stadt mit einbringt. Mit ziemlicher Sicherheit werden wir in der kommenden Zeit unsere Räder mitbringen und damit Oberwiesenthal erkunden.

Leider habe ich persönlich nicht viel von der Strecke in Zschopau mitbekommen, da ich im Fahrerlager unsere Fahrer betreute, die alle ganz begeistert von der Strecke waren, weil sie sehr anspruchsvoll war. Sie waren alle froh, dass es trocken blieb und sind alle gut rumgekommen. Sie werden wahrscheinlich alle "Wiederholungstäter" und kommen wieder. Ich weiß, dass mein Vater mit Sicherheit in Zschopau war. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob er auch bei Wettkämpfen gestartet ist. Doch in Zschopau war er öfter, er war ja nach seiner sportlichen Laufbahn Renndienstleiter und Repräsentant des Unternehmens Metzeler Reifen.

Der 2-fache Trophysieger von 1975 und 1976 und 2-fache Silbervasensieger, Rolf Witthöft: "Hier ist eine Wunde aufgerissen, die müssen wir weiter pflegen, wir kommen wieder."