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Erzgebirge

Zerstörungswut verärgert die Bergwacht

Schaden Unbekannte klauen Notrufschilder mit Standortbezeichnung

Breitenbrunn. 

Breitenbrunn. Wenn ein Mensch im Wald verunglückt, dann ist Eile geboten. Einerseits ist er auf die schnelle Hilfe der Bergwacht angewiesen und andererseits benötigen die Bergwächter möglichst genaue Angaben zum Aufenthaltsort. Weil dieser schwer zu beschreiben ist, gibt es auch bei der Bergwacht Johanngeorgenstadt ein ausgeklügeltes System von Rettungsschildern. Auf diesen sind nicht nur Notrufnummern angeben, sondern auch Codes, die der Standortermittlung dienen. Im besten Fall können die grün-gelben Blechschilder also Leben retten. "Alle Standortbezeichnungen sind in der Rettungsleitstelle und bei uns als Bergwacht hinterlegt und im Unglücksfall wissen wir ganz genau, wo wir hinmüssen", sagt Bereitschaftsleiter Patrick Martin. Aufwändiges und zeitfressendes Suchen eines Verunglückten entfällt. Dumm ist es deshalb, wenn diese Schilder fehlen. Doch genau damit hat aktuell die Bergwacht Johanngeorgenstadt zu kämpfen. Denn bisher Unbekannte haben die Schilder im Rabenberggebiet entfernt oder zerstört. Patrick Martin versteht die Welt nicht mehr. "Das ist echt verrückt, aber sie haben sogar die Schrauben wieder ins Holz gedreht." Der materielle Schaden hält sich in Grenzen, der ideelle ist enorm. Denn bis zur Neubeschaffung, vergeht Zeit und bis dahin wird die Suche nach Verunglückten im schlimmsten Fall schwieriger als sie sein müsste.

Hinzu kommt, dass das Wiederanbringen an den Pfosten und vor allem auch das Einpflegen der Standortnummern die Bergwächter bindet und von anderen Aufgaben abhält. "Das ist wirklich ärgerlich und nicht nachzuvollziehen."