Zöblitzer teilen Hörnchen

Martinsfest Andacht und Umzug

Wenn am 11.11. die Karnevalsvereine in die neue Saison starten, begehen Christen den Martinstag. In Zöblitz haben etwa 130 Besucher die Andacht am Abend in der Kirche besucht. Danach brachen sie mit Lampions und Fackeln ausgestattet auf einen kleinen Umzug durch den Ort auf. Sandy Schönherr führte ihn hoch zu Ross an. Sie reitet seit Jahren beim Zöblitzer Martinstag voraus. Wieder an der Kirche angekommen, streichelten vor allem die Kinder das Pferd namens Jolly Jumper. Zur Tradition des Martinstages gehört auch das Teilen der Martinshörnchen. Diese lagen in kleinen Körbchen für die Rückkehrer bereit. Gebacken haben sie etwa fünf Frauen aus der Kirchgemeinde. Jeder nahm sich eins heraus, und teilte es mit jemand anders. Das soll an das Handeln des Heiligen Martins erinnern. Er lebte im vierten Jahrhundert nach Christus. Martin von Tours war der dritte Bischof in Tours. Als Soldat begegnete er in Amiens einem sehr armen, nackten Mann. Mit ihn soll er seinen Mantel geteilt haben. Der Heilige Martin wird nicht nur in der Katholischen Kirche verehrt, sondern auch in der orthodoxen, anglikanischen und der evangelischen Kirche. In Zöblitz haben Martinsandacht und -umzug seit Jahren Tradition.