Dieser Ort im Erzgebirge schafft Voraussetzung für neues Hotel

Für die ins Stocken geratene Sanierung des ehemaligen Stadtcafés hat der Stadtrat eine Lösung auf den Weg gebracht

Zschopau

Bei der Sanierung es ehemaligen Zschopauer Stadtcafés, das künftig als Hotel genutzt werden soll, bahnt sich eine Lösung an.

Stadtrat fasst Beschluss

Nachdem es auf der Baustelle zuletzt monatelang nicht vorangegangen war, hat der Stadtrat nun einen wegweisenden Beschluss gefasst. Der sieht vor, dass die kommunale Wohnungsbaugesellschaft WBZ die bisher für dieses Projekt zuständige Denkmalentwicklungs Erzgebirge GmbH (DENKMAL.ERZ) für einen Kaufpreis von 25.000 Euro erwirbt.

Fördermittel an Frist gebunden

„Mit dieser Lösung übernimmt die Stadt über ihr kommunales Wohnungsbauunternehmen Verantwortung für ein bedeutendes Projekt der Stadtentwicklung und schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Fertigstellung“, sagt Oberbürgermeister Arne Sigmund.

Die Stadt hatte die Initiative ergriffen, um sicherzustellen, dass die mehr als drei Millionen an Fördermitteln fristgerecht verwendet werden. Würde die Herberge bis zum 31. Dezember 2027 nicht im Betrieb sein, droht eine Rückzahlung der ausgereichten Fördermittel.

Verschiedene Optionen geprüft

Gefördert wurde die Sanierung des ehemaligen Stadtcafés in Zschopau über die Gesamtmaßnahme „Historischer Stadtkern“. Ursprünglich wollte Investor Toralf Zinner aus dem großen Gebäude und einem nahe gelegenen Bettenhaus eine Jugendherberge machen.

Obwohl dieses Vorhaben scheiterte, hielt er an der Planung einer Herberge fest. Zuletzt waren die Baumaßnahmen jedoch ins Stocken geraten. „Vor diesem Hintergrund wurden verschiedene Optionen zur Sicherung der Fertigstellung geprüft. Im Ergebnis hat sich der Erwerb der Projektgesellschaft durch die WBZ als zielführendste Lösung dargestellt“, so Sigmund.

Wichtig für den Tourismus

Das Projekt soll dem Tourismus der Motorradstadt dienen, indem dringend benötigte Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Zugleich bezeichnet der Oberbürgermeister die Sanierungsmaßnahmen als zentrale Bausteine der städtebaulichen Entwicklung im historischen Stadtkern.

Neben dem Kauf des Objekts hat der Stadtrat auch die Erhöhung des kommunalen Eigenanteils im Rahmen der Städtebauförderung um 250.000 Euro beschlossen, um das Projekt voranzutreiben.

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