Zschopau verzichtet auf Regionalliga-Aufstieg

Volleyball VC-Reserve wird auch weiterhin in der Sachsenliga auf Punktejagd gehen

Zschopau. 

Zschopau. Besser hätte die Saison 2018/19 für den Volleyball-Club Zschopau kaum verlaufen können. Nicht nur, dass die Drittliga-Herren den Klassenerhalt feierten und die Damen Vizemeister der Regionalliga Ost wurden. Die zweite Männer-Mannschaft setzte der Serie mit ihrem zweiten Platz in der Sachsenliga sogar noch die Krone auf, zumal sich plötzlich sogar die Chance zum Aufstieg in die Regionalliga bot.

Junge Spieler sollen auf Landesebene erst Spielerfahrung sammeln

Weil andere Teams verzichteten, wäre nicht einmal ein Relegationsspiel nötig gewesen, um diesen Sprung zu schaffen. "Wir habe uns auch intensiv mit diesem Thema beschäftigt", berichtet Trainer Mathias Ellwart. Nach reiflicher Überlegung entschieden sich die Zschopauer aber letztlich doch dafür, auf den Aufstieg zu verzichten. Für die Entwicklung der jungen Spieler erscheint es sinnvoller, weiterhin auf Landesebene Spielpraxis zu sammeln.

"Es ist gut möglich, dass einige Spieler unseres jetzigen Kaders in der neuen Saison in der ersten Mannschaft dabei sein werden", blickt Ellwart voraus. Dieser Bedarf war ein Grund für den Aufstiegsverzicht. Zwar gibt es ein Sichtungstraining, bei dem neue Talente für den Verein entdeckt werden sollen. Unter der Abstellung junger Hoffnungsträger für den Drittliga-Kader würde die Qualität der Reserve aber definitiv leiden, zumal zwei Stammkräfte aufgehört haben. In der Regionalliga wäre es für das Team also äußerst schwer geworden.

"Dort sind wir keineswegs unterfordert"

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren aber auch organisatorische Aspekte. "Wir hätten elf zusätzliche Heimspieltage stemmen müssen", betont Ellwart. Auch die Auflagen zum Beispiel bezüglich des Schiedsrichterbestandes hätten sich verschärft. Sportlich wird sich die Zweite also weiter in der Sachsenliga beweisen. "Dort sind wir keineswegs unterfordert", so Ellwart.