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Zschopauer Bereitschaftspraxis soll Notaufnahme entlasten

Krankenhaus Wartezeit für Patienten soll sich verringern

Zschopau. 

Zschopau. Wer sich mit einem gesundheitlichen Problem direkt auf den Weg ins Zschopauer Krankenhaus begibt, muss nicht unbedingt in der Notaufnahme landen.

Notaufnahmen entlasten

Seit Anfang Juli gibt es am Klinikum Mittleres Erzgebirge auch eine Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, die sich mittwochs und freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 19 Uhr um Notfälle kümmert. Ziel dieses Modellprojekts ist es, Notaufnahmen zu entlasten.

"Die Ressourcen sollen effektiver genutzt werden", sagte Knut Hinkel, der Geschäftsführer des Klinikums, bei der Eröffnung. Für Patienten verringert sich dabei die Wartezeit. Anhand bestimmter Faktoren wird am gemeinsamen Empfangstresen entschieden, wohin der Weg führt. In besonders schwierigen Fällen geht es auch weiterhin direkt in die Notaufnahme, die sich dafür nicht mehr um leichtere Verletzungen kümmern muss.

"Bereitschaft der Politik fehlt"

Die Erzgebirger sind Teil eines Modellprojekts, an dem insgesamt fünf Einrichtungen in Sachsen teilnehmen. Der KVS-Vorsitzende Klaus Heckemann zeigt sich zuversichtlich, dass dadurch tatsächlich die Notaufnahmen der Kliniken entlastet werden können. Schließlich sei die Zahl der Notfälle in den letzten Jahren gestiegen, ohne dass der Besuch der Notaufnahme dabei immer wirklich notwendig sei.

Für diesen "Missbrauch der Strukturen" hätte auch die Einführung einer Notfallgebühr eine Lösung sein können, doch dafür "fehlte die Bereitschaft der Politik". Stattdessen sollen nun die Bereitschaftspraxen leichtere Fälle übernehmen. Das Konzept habe auch Zweifel geweckt, habe aber in den ersten Wochen gut funktioniert.



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