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Zschopauer Hotel setzt künftig auf Ferienwohnungen

Touristik Schlossblick-Betreiber Heinz Richter geht mit neuem Konzept ins neue Jahr

Zschopau. 

Zschopau. Zwar gibt es das Zschopauer Hotel "Schlossblick" seit Jahreswechsel offiziell nicht mehr. Allerdings können in dem großen Gebäude am Hoffeld, das seinen Namen dem herrlichen Blick aufs Schloss Wildeck verdankt, weiterhin Besucher untergebracht werden. "Es ist jetzt eine Wohnanlage mit elf Ferienwohnungen", erklärt Betreiber Heinz Richter. Da er inzwischen 73 Jahre alt ist, will er kürzertreten. Das Hotel ganz zu schließen, brachte er allerdings nicht übers Herz. Zu sehr ist dem Zschopauer das Objekt ans Herz gewachsen. Also suchte und fand er einen Weg, den Aufwand zu reduzieren.

Einige Ferienwohnungen bereits gebucht

Jetzt kümmert sich ein Manager um die Anlage, in der Übernachtungen nur noch ohne Frühstück oder Abendbrot angeboten werden. Essen können sich die Gäste stattdessen selbst zubereiten, denn Richter hat in den Ferienwohnungen Küchenzeilen installiert. Dies war Teil der Umbauarbeiten, zu denen auch das Versetzen einiger Wände gehörte. Dass Richter damit den richtigen Weg gewählt hat, zeigt die Nachfrage. So seien einige der Ferienwohnungen, die für ein bis drei Personen gedacht sind, bereits für längere Zeiträume gebucht. Und auch die anderen Räumlichkeiten dürften gefragt sein, sobald die es eine Lockerung der Corona-Beschränkungen zulässt. Schließlich herrscht im "Schlossblick" fast immer Hochbetrieb, wenn in Zschopau Veranstaltungen anstehen.

Bei Veranstaltungen gefragt

Spektakel wie das Schloss- und Schützenfest oder das Enduro-Highlight "Rund um Zschopau" hatten sogar damit zu tun, dass das Hotel Mitte der 1990er-Jahre entstand. "Damals stand neben dem Schloss- und Schützenfest auch ein sachsenweites Numismatiker-Treffen an, zu dem viele Leute anreisten. Also war die Stadt ganz froh über unsere Idee", erinnert sich Richter. Der studierte Diplom-Ingenieur-Pädagoge war damals Programmleiter beim Internationalen Bund. Einem freien Träger für Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, der seine Ausbildungsbereiche mit der Gastronomie und Hotellerie erweitern wollte. Dafür wurde das Objekt, in dem zu DDR-Zeiten das wehrpolitische Zentrum untergebracht war, entkernt und innen neu aufgebaut.

Auch große Feiern sind möglich

Dank eines Anbaus erhielt das Gebäude auch ein Restaurant. Im Innenhof befand sich zudem ein Jugendgästehaus, in dem bis zu 100 Azubis übernachten konnten. Inzwischen befinden sich im sogenannten Haus 2 nur noch fest vermietete Wohnungen. Und auch im eigentlichen Hotel hat sich einiges getan. So zog sich der Internationale Bund 2007 aus dem Objekt zurück. Heinz Richter blieb dennoch - und steckte als Betreiber viel Herzblut und Geld in das Hotel. Viele Touristen konnte er seitdem dort begrüßen - und das soll auch so bleiben. Das bereits seit einigen Jahren geschlossene Restaurant bleibt war zu. "Aber der Saal kann für Feiern mit bis zu 90 Personen weiterhin gemietet werden", erklärt der 73-Jährige. Auch ein kleinerer Festraum mit 25 Plätzen stehe weiter zur Verfügung.