Zschopauer Jugendclub trotzt schwierigen Bedingungen

Ferienprogramm Trotz der Corona-Beschränkungen stehen Spaß, Bewegung und Teamgeist im Mittelpunkt

Zschopau. 

Zschopau. Diese Herbstferien werden die Mitarbeiter und Besucher des Zschopauer Jugendclubs "High Point" so schnell nicht vergessen. Auf dem zuvor erstellten Flyer klang alles wie immer: Von der Herbstwanderung übers Basteln mit Naturmaterialien bis hin zum Tischtennis-Turnier reichten die Spaß versprechenden Angebote. "Aber wir mussten das Programm der verschärften Situation anpassen", sagt Betreuerin Martina Oehme in Anspielung auf die steigenden Corona-Zahlen und die damit verbundenen Beschränkungen. So wurde die Zahl der Teilnehmer begrenzt, einige Punkte sogar ganz gestrichen. Und doch fällt das Fazit am Ende dieser zwei Wochen noch einigermaßen positiv aus: "Wir haben das Beste daraus gemacht."

Einfallsreichtum hilft

Dass die am ersten Tag geplante Fahrradtour wegen einiger Quarantäne-Fälle abgesagt wurde, erwies sich nicht als schlechtes Omen. Denn an allen anderen Tagen herrschte - wenn auch in begrenztem Umfang - buntes Treiben im "High Point". Gebastelt wurde trotzdem. Auch das Tic-Tac-Toe-Turnier konnte ausgetragen werden. Ausschlaggebend dafür war auch der Einfallsreichtum der Mitarbeiter, die alte Bilderrahmen und deren durchsichtbaren Kunststoff zu Spuckschutzwettbewerben umfunktioniert wurden. Holzständern waren dafür noch schnell gebastelt worden. Und so konnten die Kinder und Jugendlichen trotzdem Kniffel spielen oder Brettspiele bestreiten. "Dabei berührte jeder nur seine eigenen Figuren und Würfel", berichtet Martina Oehme, die trotzdem nicht ums Desinfizieren herum kam: "Wir haben in den zwei Wochen mehr Desinfektionsmittel verbraucht als in den 20 Jahren davor zusammen."

Zusammenhalt wird groß geschrieben

Da drinnen immer auf Abstandsregeln geachtet werden musste, wurde so viel wie möglich an der frischen Luft unternommen. Dazu gehörte auch eine Herbstwanderung rund um Zschopau. Außerdem wurde viel gespielt. "Zum Glück haben wir in unserer Einrichtung einen Innenhof", sagt die Betreuerin. Basketballkorb, Tischtennisplatte und Trampolin erfreuten sich diesmal besonders großer Beliebtheit. Sie trösteten unter anderem darüber hinweg, dass die "Nacht der Geister" diesmal schon vor der Schlafenszeit beendet war. Der Spaß und das Miteinander wurden durch die Ferienangebote trotzdem gestärkt - und das soll auch in den kommenden Wochen so bleiben. Trotz des anstehenden Lockdowns will der Jugendclub den Kontakt zu und zwischen den Kindern und Jugendlichen bewahren. Wie schon im Frühjahr sollen dabei Chatrooms im Internet zur Anwendung kommen, in denen sich die Teilnehmer sehen und austauschen können.