Zschopauer richten Schanze her

Skihang Im Verein fehlt das Personal für Betrieb der Liftanlage

zschopauer-richten-schanze-her
Ulf Findeisen beim Präparieren der Schanze. Foto: A. Bauer

Zschopau. Aufgrund des starken Schneefalls wird derzeit am Zschopenberg fleißig präpariert. Allerdings ist damit nicht der Zschopauer Skihang gemeint, sondern die Schanzenanlage direkt daneben. "Wir müssen einen festen Untergrund schaffen, um auf den Schanzen trainieren zu können. Vielleicht klappt es im Februar auch noch mit einem Wettkampf", sagt Skisprung-Trainer Achim Schaale, der mit seinen Helfern fast täglich stundenlang zur Schaufel griff. Es galt, möglichst viel Schnee auf den Aufsprunghügel zu bekommen, der mitunter irrtümlicherweise von Rodlern genutzt wird. "Schlittenfahren kann man bei uns auch. Allerdings am besten drüben unterhalb der Bergschule", betont Schaale. Auf der Schanze hinterlassen die harten Kufen tiefe Spuren, die den Springern bei der Landung gefährlich werden.

Trotzdem sind Schaale und seine Helfer wie Ulf Findeisen froh über jeden jungen Besucher. Der Trainer hofft, angesichts des derzeitigen Wetters noch mehr Kinder für den Wintersport begeistern zu können. Allerdings beschränkt sich dieser in Zschopau derzeit auf das Skispringen. Um den Skilift und den Alpine-Hang zu betreiben, fehlt dem Verein das Personal. "Es gibt derzeit niemanden, der diese Aufgabe übernimmt", so Schaale, der für eine Initiative offen wäre. Fraglich ist zudem, ob sich der Aufwand lohnt. So waren vor wenigen Jahren, als der Hang mit Kunstschnee präpariert worden war, trotz guter Bedingungen nur wenige Skifahrer vor Ort. "Für Anfänger ist er zu steil - und für Experten zu kurz", beschreibt Schaale den Charakter der Abfahrt.