Zschopauer Schulprojekt widmet sich brisanten Themen

Kooperation zwischen zwei Oberschulen und dem Jugendclub „High Point“ wird von der Leader-Region gefördert

Zschopau

Ein Zschopauer Kooperationsprojekt zwischen der August-Bebel-Oberschule, der Martin-Andersen-Nexö-Oberschule und dem Jugendclub „High Point“ soll helfen, Kinder und Jugendliche vor Suchtmittelmissbrauch und Mobbing zu schützen. „Wir wollen vorher ansetzen und zeigen, wie man so etwas verhindern kann“, sagt Schulsozialarbeiterin Anja Kolditz von der Nexö-Schule. Deshalb werden die Sechstklässler ihrer Lehreinrichtung sowie die der Bebel-Schule an Projekttagen den Jugendclub besuchen, wo dieses wichtige Thema an vier Stationen behandelt wird.

Stärkeres Netzwerk als Nebeneffekt

Neben der Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls erkennt Sina Schubert vom „High Point“ noch einen wichtigen Nebeneffekt an diesem Projekt. „So entsteht ein wichtiges Netzwerk. Wir sind ja keine Einzelkämpfer“, betont die Sozialpädagogin des Jugendclubs, die sich auf den Besuch der Schüler freut. An den Projekttagen lernen die den „High Point“ näher kennen. Als Treffpunkt, wo sie womöglich auch an anderen Tagen ihre Freizeit verbringen können - und ganz nebenbei in einem sozialen Umfeld ihre Persönlichkeit entwickeln.

Mit 5000 Euro gefördert

Unterstützt wird das Projekt mit 5000 Euro durch die Leader-Region. Schließlich hatten sich die beiden Schulen und der „High Point“ mit ihrem Konzept an einem Ideenwettbewerb des Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal beteiligt - und den Hauptpreis gezogen. 5000 der 30.000 Euro an Fördermitteln, die in insgesamt neun Schulen fließen, gehen nach Zschopau. „Besonderheit hier war die Kooperation“, erklärt Regionalmanagerin Andrea Pötzscher. Außerdem habe das Vorhaben generell sehr gut zum Anliegen des Ideenwettbewerbs gepasst, der unter dem Motto steht „Stark machen im Kopf – gemeinsam gegen Sucht und Mobbing“. „Das sind aktuelle Themen, die in unserer Gesellschaft neue Dimensionen angenommen haben“, so Andrea Pötzscher.

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