Zugewinne ziehen Blicke auf sich

Sonderschau Schneeberger Museum zeigt neue Ausstellung

Schneeberg. 

Schneeberg. Unter dem Titel "Zugewinn" steht die aktuelle Sonderschau im Schneeberger Museum für bergmännische Volkskunst, die sich noch bis 17. November besonderen Exponaten widmet. Um genau zu sein jenen, die dem Museum seit seinem Bestehen - in diesem Jahr wird das 90-Jährige gefeiert - geschenkt wurden. Ankäufe und Restaurierungen runden die Ausstellung ab, die sowohl Schnitzwerke und Textiles als auch Schriftstücke und Gemälde sowie Erbstücke von Einwohnern der Stadt umfasst.

Die Besucher erwartet eine vielseitige Palette. Zu den Exponaten gehört eine elegante Frauenskulptur von Georg Zöffel (1847-1910) aus Schneeberg, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand und 2018 restauriert wurde. Zu sehen sind außerdem Erinnerungsstücke und Teile der Tracht des Leiters der Schneeberger Bergkapelle Kurt Göckeritz (1902-1970).

Vielfältige Stücke im Museum

Dem Bereich Spitzenkunde und Spitzenproben ist eine eigene Vitrine in einem der beiden Ausstellungsräume gewidmet. Irmgard Windisch fertigte aus feinen Fäden Broschen in Blütenform, Läufer und Besatzspitze in Schneeberger Technik sowie Engel. Das Material war Leinenzwirn. In eine ganz andere Richtung entführen Teile einer Schreibtischgarnitur vom Ende des 19. Jahrhunderts - aus Marmor und Messing mit Glasfässchen. Erschaffen hat sie der Zschorlauer Ernst Julius Voigt (1865-1930), der später in Berlin ansässig war. Extravagant auch die Teile eines Kaffeeservices mit dem Schneeberger Stadtwappen. Geöffnet hat das Schneeberger Museum jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.