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Zuhause fremde Kulturen entdecken

Sozial Café International öffnet Türen und Herzen

Aus einer repräsentativen Umfrage, welche die Sächsische Staatskanzlei durch ein renommiertes Institut durchführen ließ, geht hervor, dass die große Mehrheit der Sachsen die Aufnahme von Flüchtlingen, die Schutz vor Krieg oder Verfolgung suchen, befürwortet. Neun von zehn Befragten halten es für richtig, Menschen aufzunehmen, die auf der Flucht vor Kriegen oder Bürgerkriegen sind. Rund drei Viertel der Befragten stimmen der Aufnahme von Flüchtlingen zu, die aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen verfolgt werden. Doch wie sieht es damit in der Praxis aus? Schlägereien in Asylbewerberheimen und Attacken auf die Heime selbst, gibt es immer öfter. Dass es auch anders gehen kann, zeigten Pfarrer Tobias Frauenlob von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz und Simone Markus vom Diakonischen Werk Annaberg mit ihren Mitarbeitern am Mittwoch bereits zum 2. Mal mit dem Café International. Thema im Haus der Hoffnung waren diesmal die Ländern Indien und Pakistan mit ihren länderspezifischen, kulinarischen Besonderheiten sowie der Vorführung indischer Tänze. Wichtigstes Anliegen war jedoch, Menschen, Land und Kultur besser kennen zu lernen und sich gemeinsam auszutauschen. Dazu erklärt Pfarrer Tobias Frauenlob: "Das Café International bringt nicht nur viele Eindrücke, sondern auch neue Erkenntnisse. Es verstehen nicht alle, warum diese Menschen sich auf den weiten Weg nach Deutschland gemacht haben, oder warum es in den Asylbewerberheimen oftmals Probleme gibt. Die Erklärung ist einfach. Denn da wo Welten und Kulturen aufeinander treffen und das noch dazu auf engstem Raum, kochen viele Gegensätze hoch." Das Café International sorgt für eine andere Sichtweise und für ein persönliches Kennenlernen. "Gemeinsam kann man hier die Stärken und Kulturen der anderen entdecken. Der Reichtum der Kulturen ist so breit, wie diese Welt und unsere ausländischen Mitbürger helfen gern beim Café International, weil sie etwas zurückgeben möchten", weiß Simone Markus.



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