Zuhause ist es doch am schönsten

Rückkehrer Familie kommt aus Berlin in Heimat Erzgebirge zurück

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Romy Hellmich mit Sohn Lennard Hellmich (l.) sowie Ehemann Jörg Hellmich (r.) sind nach 7 Jahren in Berlin wieder zurück ins Erzgebirge gezogen. Foto: Georg Dostmann

Schneeberg. Familie Hellmich hat während ihrer Zeit in Berlin das Erzgebirge neu schätzen gelernt. Insgesamt sieben Jahre lebten sie in der Hauptstadt, ehe es Jörg und Romy Hellmich mit ihrem dreijährigen Sohn zurück in die Heimat verschlug.

Es begann im Jahr 2009, als die beiden über Silvester bei Romy Hellmichs Cousin in Berlin zu Besuch waren. Damals hatte Jörg Hellmich ein Jahr lang einen Job im Erzgebirge als IT-Administrator gesucht. Romy Hellmich schloss 2010 ihr Magisterstudium als Pädagogin ab und fand ebenfalls keinen Job. "Wir haben daraufhin im Internet erfahren, dass es in Berlin deutlich mehr freie Arbeitsplätze gab, als es im Erzgebirge der Fall war", erinnert sich die 34-Jährige.

In der Großstadt weniger Lebensqualität

Im Sommer 2010 fanden schließlich beide eine Stelle in Berlin. Anfangs wohnten sie noch bei ihrem Cousin, bis sie nach zehn besichtigten Wohnungen endlich eine Zusage erhielten. "Im Sommer letzten Jahres haben wir dann die Entscheidung gefällt, zurück ins Erzgebirge zu gehen", sagt der 33-Jährige.

Diese Entscheidung kam durch mehrere Gründe zustande. Die beiden wollten dauerhaft zu ihren Familien zurückkehren. Zudem haben sie sich in Berlin nicht mehr sicher gefühlt. "Wir sind der Überzeugung, dass unserer Sohn im Erzgebirge behüteter aufwächst", erklärt die Pädagogin. Des weiteren hatten sie in der Großstadt eine geringere Lebensqualität. Die kleine Familie wohnte in einer kleinen, alten Wohnung an der Einflugschneise zum Flughafen Berlin-Tegel.

Die Wahl der Familie: Schneeberg

Die Wahl auf ihren neuen Wohnort fiel dabei auf Schneeberg. In der kleinen Erzgebirgsstadt ist Romy Hellmichs Mutter zuhause. "Außerdem hat Schneeberg viel zu bieten. Neben den vielen Veranstaltungen ist die Stadt sehr gepflegt und die Bewohner sind sehr bemüht und engagiert", sagt Jörg Hellmich.

Im Frühjahr dieses Jahres haben sich beide für Jobs in der Region beworben und waren wegen ihrer Berufserfahrung schnell erfolgreich. Auch die passende Wohnung war schnell gefunden. "Außerdem haben wir uns ein Auto angeschafft, da die öffentlichen Verkehrsmittel hier zu selten fahren", sagt das Paar. Insgesamt sind ihre Lebenshaltungskosten jedoch nicht geringer geworden, da sie für das Auto und die Kita zahlen müssen.