Zukunft des Kinos ungewiss

Sorgenkind Kinoverein hat Preis der Mitteldeutschen Medienförderung erhalten

Das Union-Filmtheater in Schneeberg ist und bleibt ein Sorgenkind: der große Saal ist aufgrund von Schwammbefall seit Monaten gesperrt. Filmvorführungen gibt es derzeit nur im kleinen Rahmen im Kerngebäude. Mit 30 Sitzplätzen stößt man stellenweise an Grenzen.

Am Montag läuft 20 Uhr zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum "Goldne Sonne" in Schneeberg der Dokumentarfilm "Anderson". Der Eintritt ist frei. "Als uns der Schwamm erwischt hat, fing das Kino gerade an zu laufen", erklärt Jens Theska, Vorsitzender des Vereins Union-Filmtheater Schneeberg. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kleinod zu erhalten. Derzeit habe man eine schwierige Situation. Um alles wieder in den Urzustand versetzen zu können, mit Kinosaal und allem was dazu gehört, müsste man wohl eine siebenstellige Summe investieren, was aus Sicht des Vereins utopisch ist. Freudig überrascht war man im Kino-Verein jetzt, als man nicht nur für einen Preis vorgeschlagen wurde, sondern ihn auch verliehen bekam. Mit dem Kino-Preis der Mitteldeutschen Medienförderung ist ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro verbunden. "Was wir genau mit dem Geld machen, ist noch offen", erklärt Jens Theska. Derzeit seien einfach die Ungewissheiten noch zu groß. Erst müsse man Klarheit darüber bekommen, wie es zukünftig mit dem Kino insgesamt weitergeht. Was schön und wichtig wäre, so Theska, sei das ganze Thema der Digitalisierung: "Doch bevor nicht geklärt ist, was mit dem Gebäude wird, brauchen wir nicht über Digitalisierung nachzudenken."