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Zum 50. Todestag: Heimatort gedenkt legendären Kreuzkantor

Tipp Zu Ehren von Rudolf Mauersberger Sonderausstellung geplant

Mauersberg. 

Mauersberg. Dass im Erzgebirge Traditionen gepflegt und Menschen mit außergewöhnlichen Verdiensten auch nach ihrem Tod geehrt werden, ist bekannt. Dazu zählt auch Rudolf Mauersberger.

Mit ihm schloss am 22. Februar 1971 einer der größten Kirchenmusiker des 20. Jahrhunderts seine Augen. Die ewige Ruhe fand er in der Familiengruft auf dem Mauersberger Friedhof. In diesem Jahr jährte sich sein Todestag zum 50. Mal. Aufgrund von Corona fand die Kranzniederlegung im kleinsten Kreis statt.

Rudolf Mauersberger wurde am 29. Januar 1889 in Mauersberg geboren. Er war Chorleiter, Kreuzkantor und Komponist. Von 1930 bis zu seinem Tode fungierte er als Leiter des Dresdner Kreuzchors. Ihm zu Ehren planen das Mauersberger-Museum, der Freundeskreis und die Gemeindeverwaltung Großrückerswalde eine Sonderausstellung. Diese soll sich mit dem Thema "Musik im Dorf" befassen.

Musik bestimmte das ganze Leben dieses großen Sohns des Erzgebirges. Von Kindheit an hat ihn die Musik und ganz besonders die Kirchenmusik geprägt. Als Kind sang Rudolf Mauersberger in der Kurrende. Dass er später als Kantor der Dresdner Kreuzkirche wirken würde, war damals noch nicht abzusehen. Mit dem Knabenchor hat er zwischen 1930 und 1971 die halbe Welt bereist. 1950 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR geehrt. Mit dem damit verbundenen Preisgeld stiftete er die Kapelle auf dem Friedhof.

1973 wurde das Mauersberger-Museum geöffnet. Das widmet sich der Bewahrung und der Aufrechterhaltung des musikalischen Erbes Rudolf Mauersbergers und seines Bruders Erhard. Die Sammlung des Museums geht auf eine Stiftung Rudolf Mauersbergers zurück und ist vor allem in der Dauerausstellung zu erleben. Die geplante Sonderschau "Musik im Dorf" soll diese ergänzen.



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