Zum Tourismus gehört auch Sicherheit

Bergwachten appellieren an Eigenverantwortung

Eibenstock

Der Winter steht in den Startlöchern und die Skigebiete der Region rüsten sich für die Saison. „Wir haben in Sachsen unser touristisches Angebot so ausgebaut, dass die Gäste das ganze Jahr über zu uns kommen können. Und natürlich gehört zu einem Angebot, was das ganze Jahr funktionieren soll, auch die entsprechende Sicherheit“, sagt Barbara Klepsch, Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus, die jetzt bei einer Übung der DRK Bergwacht Sachsen in Eibenstock dabei war.

Bergwacht gut aufgestellt

Dort ist am Lift der Skiarena eine Evakuierungsübung gelaufen. „Bei dieses Übung wurde noch einmal deutlich, dass die Bergwacht gut aufgestellt ist. Es sind ehrenamtliche Mitglieder, die unseren höchsten Respekt abverlangen“, so Klepsch, die einen Appell an alle richtet: „Jeder, der touristisch unterwegs ist, egal wo, sollte sich an Vorgaben halten und sich bei Aktivitäten entsprechend kleiden, dass nicht unnötig Unfälle passieren.“

Budget für Bergwacht

Der Bergwacht steht ein Budget zur Verfügung, um Nachwuchs weiterzubilden. Man müsse an der Stelle mit den Verantwortlichen weiter diskutieren, ob das ausreichend ist, bei steigenden Kosten. Man brauche da neben dem Freistaat auch den Landkreis und die Kommunen.

Gelungene Maßnahme

Mit Blick auf die Übung spricht Ronny Meisel, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Carlsfeld von einer gelungenen Maßnahme, die erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Mit Blick auf den Winter warnt die Bergwacht vor oft unterschätzten Gefahren. In Sachsen gibt es insgesamt 67 Skigebiete und über 40 Skilifte.

Eigenverantwortung wichtig

Hannes Markert, Landesleiter der DRK Bergwacht Sachsen verweist auf die Eigenverantwortung und sagt: „Die sächsischen Mittelgebirge sind zwar kein Extremterrain, aber sie verlangen Respekt und Vorbereitung.“ Er weiß aus Erfahrung: „Zwei Drittel der Bergwachteinsätze wären vermeidbar durch bessere Vorbereitung und Ausrüstung. Man sollte nie das Gelände unterschätzen und die eigenen Kräfte überschätzen.“

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