Zur Berufsorientierung geht's ab in den Wald

Berufswahl Eppendorfer Siebtklässler erhalten Einblicke in die Forstarbeit

Borstendorf. 

Borstendorf. In dem Alter nerven die Eltern ja sowieso, aber bei einer Frage gehen die Halbwüchsigen dann im Nu auf die Palme: "Was willst du mal werden?" Um sich dabei im Angebotsdschungel zurecht zu finden, veranstalten Schulen spezielle Tage, die für die Berufsorientierung vorgesehen sind. Die Heiner-Müller-Oberschule Eppendorf schickte ihre Siebtklässler diese Woche zur Handwerkskammer nach Chemnitz - und gestern in den Wald.

Freiluft-Job oder Büroarbeit?

Bei Revierförster Mischa Schubert aus Borstendorf und seinen Forstarbeitern lernten die Schüler das Pflanzen von Bäumen. Ein praktisches Hilfsmittel dabei ist der sogenannte Göttinger Fahrradlenker, eine ergonomisch geformte Einpflanzhilfe. Der Revierförster staunte: "Die Jungs schienen erst unwillig zu sein, als es aber ans Arbeiten ging, haben sie gut mitgemacht!"

Auf dem Foto hebt der Großwaltersdorfer Nico Hänig die Pflanzgrube aus, in die Willi Liewald (v.l.) einen Ahornsprössling setzt. So richtig begeistert waren die 13- und 14-Jährigen nicht von der Aussicht, ihr Berufsleben an der frischen Luft zu verbringen. Die Meinung vieler: "Ich gehe lieber ins Büro!"