Zuwachs für die Allee der Jahresbäume

Natur Robinie hält Einzug am Schwarzen Weg zwischen Pockau und Zöblitz

Zöblitz. 

Zöblitz. Auf den ersten Blick sieht die Robinie unscheinbar aus. Dennoch ist der Zöblitzer Revierförster Tino Kermer optimistisch, dass der aktuelle Baum des Jahres hier mitten im Erzgebirge gut gedeihen wird.

"Er treibt aus. Das ist ein sehr gutes Zeichen", begründet das der Fachmann. In jedem Frühling kommt am Schwarzen Weg ein neuer Baum hinzu.

Welche Art wird vom "Kuratorium Baum des Jahres" bestimmt. Der Schwarze Weg führt mitten durch den Wald und verbindet Pockau mit Zöblitz. Ein Abschnitt davon gilt als Allee der Jahresbäume. "Die Robinie kommt ursprünglich aus Nordamerika. Sie passt aber gut ins Erzgebirge", versichert Tino Kermer. Das Gehölz aus der Bohnen- und Erbsen-Verwandtschaft sei am Boden recht anspruchslos und, von den Bedingungen in seiner Heimat her gesehen, verschiedene Klimabedingungen gewöhnt. Der NABU bezeichnet die Robinie auf seiner Internetseite als "Unverwüstliche Bienenfreundin". Die duftend weißen Blüten erinnern an die des Flieders. Sie locken die Insekten an.

Das Gebiet rund um den Schwarzen Weg birgt übrigens so manches Geheimnis

Bislang ist jeder der seit 1989 ausgelobten Jahresbäume hier ohne größere Schwierigkeiten angewachsen. "Ursprünglich hätte ich gedacht, dass gerade der Nussbaum oder die Esskastanie hier Probleme haben. Das hat sich aber nicht bestätigt", so der Revierförster. Die Idee zur Allee der Jahresbäume hatten Waldarbeiter und Tino Kermer vor mittlerweile 30 Jahren. Im unteren Teil in Richtung Pockau bestand damals schon ein Lehrpfad. Auf mehreren Tafeln werden dort seit dem Waldbesucher auf die Eigenheiten der hiesigen Wälder hingewiesen, einheimische Pilze, Tiere und Pflanzen beschrieben. "Da hatte sich die Erweiterung angeboten", so der Naturfreund. Das Gebiet rund um den Schwarzen Weg birgt übrigens so manches Geheimnis. Früher hat es hier nachweislich mehrere Standorte von Kohlenmeilern gegeben. Auch Glashütten haben sich hier befunden. Das ergaben historische Ausgrabungen auf dem auch als Hüttenfeld bekannten Areal. Aus dieser Zeit hat der Schwarze Weg mit großer Sicherheit seinen Namen.

Liste der Jahresbäume seit 1989

1989: Stieleiche

1990: Rotbuche

1991: Sommerlinde

1992: Bergulme

1993: Speierling

1994: Eibe

1995: Spitz-Ahorn

1996: Hainbuche

1997: Eberesche

1998: Wildbirne

1999: Silberweide

2000: Sandbirke

2001: Esche

2002: Wacholder

2003: Schwarz-Erle

2004: Weißtanne

2005: Rosskastanie

2006: Schwarzpappel

2007: Waldkiefer

2008: Walnuss

2009: Bergahorn

2010: Vogelkirsche

2011: Elsbeere

2012: Europäische Lärche

2013: Wildapfel

2014: Traubeneiche

2015: Feldahorn

2016: Winterlinde

2017: Gemeinde Fichte

2018: Esskastanie

2019: Flatterulme

2020: Robinie