Zwei Freiwillige wollen Schöffen werden

Justiz Wolkensteiner melden sich für Ehrenamt

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Foto: Markus Beck/iStockphoto

Wolkenstein. Zwei Männer wird die Stadt Wolkenstein als Schöffen für die ehrenamtliche Arbeit am Amtsgericht in Marienberg vorschlagen. Auf einen Aufruf der Stadt hatten sich die beiden, von den einer bereits als Schöffe arbeitete, gemeldet. Sie stellten sich in der jüngsten Sitzung des Stadtrats vor. Er würde sich freuen, künftig im Ehrenamt tätig zu werden, sagte ein Gewerbetreibender. Es sei eine interessante Sache, Schöffe zu sein. Von seiner Erfahrung aus den vergangenen Jahren in der Funktion erzählte der andere Wolkensteiner.

Mit dem Berufsrichter gleichgestellt

Im Durchschnitt zwölf Fälle jährlich verhandele ein ehrenamtlicher Richter. Zudem gebe es Schulungen am Wochenende. Sein Arbeitgeber, stelle ihn für die Gerichtsverhandlungen frei, so der Mann. Er hat zwei Amtsperioden als Schöffe hinter sich. Eigentlich müsste er nun eine Pause einlegen, da jedoch das Gesetz geändert wurde, könne er für eine dritte Amtszeit antreten. "Als Schöffe bin ich ehrenamtlicher Richter und damit dem Berufsrichter gleichgestellt", sagte er. Es sei eine verantwortungsvolle Arbeit, denn am Ende setze man seine Unterschrift unter das Urteil.

Das Amtsgericht entscheidet

Robert Schwarz, Stadtrat und von Beruf Staatsanwalt, dankte den beiden Männern für ihr Engagement. "Wir schätzen die Sachkunde und die Gelassenheit der ehrenamtlichen Richter", sagte er. Auch Rat Daniel Pautz, der in der Sitzung Bürgermeister Wolfram Liebing vertrat, würdigte die Bereitschaft, als Schöffe zu arbeiten: "Es ist gut, wenn sich jemand für eine solche Aufgabe findet."

Die Stadt Wolkenstein ist verpflichtet, dem Amtsgericht zwei Schöffen vorzuschlagen. Werden die beiden Wolkensteiner in ihrer Funktion bestätigt, werden sie für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 als Schöffen- und Jugendschöffen am Marienberger Amtsgericht tätig sein.