Zwei Gesichtspunkte: Radfahren im Alltag und in der Freizeit

Projekt Nora Preuß entwickelte Routen für Stollberg

Stollberg. 

Stollberg. Radfahren soll in der Stadt Stollberg künftig eine stärkere Rolle spielen; sowohl im Freizeit- und Tourismusbereich als auch im Alltag. "Es ist wichtig, gedanklich im Kopf zu trennen, zwischen Radfahren in der Freizeit und im Alltag, weil die beiden Arten Rad zu fahren vollkommen unterschiedliche Ansprüche haben", erklärt Nora Preuß, die sich in der Stadt Stollberg verantwortlich zeichnet fürs Projekt Radfahren: "Die einen wollen schnell und sicher fahren und interessieren sich nicht für schnelle Ausblicke und anderen wiederum ist mit einem Schutzstreifen am Straßenrand nicht gedient, weil sie die Natur genießen und abschalten wollen."

Drei Routenvorschläge sind entstanden

Zwar verlaufen die Abschnitte teils auf denselben Strecken, aber die Ziele seien verschieden. Das führe manchmal zu Missverständnissen, wenn Leute untereinander ins Gespräch kommen. Nora Preuß hat den Bestand analysiert, der bereits vorhanden ist, ist die Strecken abgefahren, hat nach Beschilderungen geschaut und hat vorhandene Karten gewälzt. Im Ergebnis sagt Preuß: "Es sind Dinge vorhanden und es gibt schöne Strecken, die man sich aufheben lassen kann." Ziel sei es jetzt erst einmal, auf der Gemarkung von Stollberg etwas zu tun.

Drei Routenvorschläge hat Preuß erarbeitet. Dazu zählen die Talsperren-Runde, die Katzenstein- und die Feldbach-Runde. Die Routen sind alle in sich geschlossen. Das Ganze ist so angelegt, dass man sein Auto abstellen kann und zum Schluss am Ausgangspunkt wieder ankommt. Was das Radfahren im Alltag angeht, so soll sich in der Stollberger Innenstadt einiges verändern; auch in der Verkehrsführung. Es ist auch angedacht, einige Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung für den Radverkehr freizugeben.