Zwei Meister verewigen biblische Szene

Garagenwand Rainer Stettnisch und Adelbert Gründig malen gemeinsam

zwei-meister-verewigen-biblische-szene
Der langjährige Leiter der Malermeisterschule Dresden, Rainer Stettnisch, und der Gebirger Adelbert Gründig (v.l.) haben gemeinsam ein Bild begonnen, dass sie noch im September vollenden wollen. Foto: Jan Görner

Gebirge. Adelbert Gründig malt gerade ein weiteres großes Bild an seine Garage. Diesmal hat der Gebirger fachkundige Unterstützung. Von 1994 bis 2005 leitete Rainer Stettnisch die Malermeisterschule in Dresden. Adelbert Gründig arbeitete damals als Lehrer für Maler und Lackierer am Annaberger Berufsschulzentrum. Regelmäßig besuchte er Seminare in Dresden. Beide wurden Freunde und trafen sich, auch nachdem beide im Ruhestand waren, weiter. Oft sprachen sie darüber, irgendwann einmal gemeinsam zu malen.

Verbundenheit mit Israel

Nun ist es so weit. Aufgrund ihrer Verbundenheit mit Israel konnten sie sich rasch über das Motiv einigen. Schon mehrfach hat Adelbert Gründig das Land mit den Sächsischen Israelfreunden bereist und dort Renovierungsarbeiten in Häusern von Holocaust-Opfern vorgenommen. Sein Freund ist im Urlaub dort gewesen und war sofort begeistert. Biblisch sollte das Motiv sein und bekannt. So zeichnete Rainer Stettnisch erste Skizzen, die Jesus Christus zeigen, wie er auf dem Esel in Jerusalem einritt. Dabei ist er umringt von Kindern und anderen Bewohnern der Stadt.

Das Bild ist 2,5 Meter breit und zwei Meter hoch. Es fügt sich in ein Ensemble weiterer großer Arbeiten ein. Zum Einsatz kommen dabei Dispersitionsfarben für Außenfassaden. Diese wird in mehreren Schichten aufgetragen, damit sie gut deckt und gleichzeitig lange hält. Läuft alles nach Plan, dann ist das Bild bis Ende September fertig. Ob es das einzige Gemeinschaftswerk der beiden bleibt, steht noch nicht fest. Ideen haben sie zumindest mehrere.