Zwei Olbernhauer spielen Hänsel und Gretel

Puppenspiel Märchen nach Humperdinck wird diesen Sonntag aufgeführt

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Claudia Herhold und Gunnar Rug mit Gretel und Hänsel. Foto: Jan Görner

Olbernhau. Das Ende ihres Stücks können Claudia Herhold und Gunnar Rug ganz getrost verraten. Die Hexe brät im Ofen und die im Wald ausgesetzten Kinder gehen wieder nach Hause. Schließlich gehört das Märchen von Hänsel und Gretel zur Allgemeinbildung. Die beiden Olbernhauer bieten ihre selbst bearbeitete Fassung nach Eduard Humperdincks Oper.

Die Puppen sind in Gunnar Rugs Atelier entstanden. Viel Arbeit und Einfallsreichtum stecken in den Figuren und der gesamten Dekoration. Damit sich die Puppen setzen und aufrichten können, haben sie unter ihren Kleidern ausrangierte Schrankscharniere. Angezogen hat sie wie immer Mona "Annabel" Seifert. Sie ist seit vielen Jahren sowohl für die Maske als auch für die Kostüme im Theater Variabel verantwortlich.

Die Puppenspieler sind selbst als Darsteller dabei

Die Idee für die Inszenierung hatten die beiden schon vor langer Zeit. Sie resultiert aus einer Zusammenarbeit mit dem Olbernhauer Collegium Musicum. Damals lieferte das Orchester die Musik der Humperdinckschen Oper und Gunnar Rug fungierte als Vorleser. Im aktuellen Stück lassen die Olbernhauer nicht nur die Puppen agieren.

Sie spielen selber mit. Er spielt den Vater, sie die Mutter der Kinder. In die Rolle der Hexe teilen sich die beiden hinein. Geprobt haben die beiden oft zu Hause. Schließlich sind sie nicht nur auf der Bühne ein Paar. Bühnenbild und Mitspieler sind bequem transportabel, sodass Interessenten Hänsel und Gretel auch buchen können. Die Premiere des Stücks geht am 12. November um 10.30 Uhr im Theater Variabel über die Bühne.