Zwischen Gesang und Familienleben

Vorgestellt Sopranistin Annett Illig freut sich auf Auftritte in der Advents- und Weihnachtszeit

Auf dem Lebenswerkstatthof von Sopranistin Annett Illig in Mildenau wird immer noch heftig gebaut. Anfang kommenden Jahres will die Familie umziehen. Da vieles in Eigenleistung geschieht, hat ihr Lebensgefährte Hendrik Frey momentan alle Hände voll zu tun. Marie, das jüngste Kind der Sopranistin, ist in diesem Sommer erst in die Schule gekommen - ein einschneidendes Ereignis für die vierköpfige Familie. "Es ist noch einmal ein Unterschied, ob ich ein Kind oder zwei Kinder in der Schule habe. Bewusst stecke ich beruflich zurück", so Illig.

Doch selbst in der größten Hektik strahlt die Künstlerin Ruhe aus. Sie schafft es, Familie und Beruf sehr gut zu vereinen. Auch in der bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit will sie das schaffen, wenngleich sich dort die Auftrittstermine häufen.

"Es muss für mich, gerade zu Weihnachten ausgewogen sein. Es ist für uns wichtig, dass wir als Familie einen Raum finden, um Weihnachten zu leben", sagt Annett Illig.

Und trotzdem freut sie sich auch auf die Programme. Den Auftakt bildet am 28. November, 19.30 Uhr, das Konzert "Jedes Kind braucht einen Engel" in der St. Johanniskirche Scheibenberg. "Das Programm habe ich geschrieben als Marie geboren wurde", erinnert sich die Künstlerin: "Ich habe mich damit auseinandergesetzt, wie wichtig Engel zum Schutz der Kinder und des Lebens an sich sind." Das Programm gehe durch sämtliche Genre. "Ich singe beispielsweise auch erzgebirgische Lieder", sagt Illig. Zudem lese sie unter anderem Texte von Rilke und Mascha Kaléko. Zudem stehen vier Programme gemeinsam mit Liedermacher Olaf Stellmäcke an, so unter anderem am 6. Dezember 17 Uhr in der Lutherkirche Oberwiesenthal. Das Programm "Wie soll ich dich empfangen" erlebte im vergangenen Jahr seine Premiere und ist ab sofort auch als Live-Mitschnitt aus dem Winterstein-Theater aus Annaberg-Buchholz erhältlich.