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Reliefs für die Hammerlinde sind fertig

Aktion Schnitz- und Krippenverein Geyer schafft Kunstwerke aus Lindenholz

Geyer/Frohnau. 

Geyer/Frohnau. Sie haben getüftelt, geschnitzt und immer wieder ausprobiert, um für das Projekt "Hammerlinde" zwei perfekte Reliefs zu gestalten. Helmut Müller, Andreas Richter und Hans Roscher vom Schnitz- und Krippenverein Geyer e.V. können ein Lied davon singen, wie schwierig es sein kann, aus dem Holz der alten Linde ein Kunstwerk zu machen.

Jubiläumswochenende "400 Jahre Frohnauer Hammer"

Der Schnitz- und Krippenverein Geyer gehört zu den sieben erzgebirgischen Schnitzvereinen und Einzelschaffenden, welche das Gemeinschaftswerk "Hammerlinde" unter der künstlerischen Leitung von Ronny Tschierske zum Leben erwecken. Vieles ist bereits fertiggestellt - anderes noch in Arbeit. Doch die Zeit drängt. Denn zum geplanten Jubiläumswochenende "400 Jahre Frohnauer Hammer" am 28. und 29. August soll das Werk, sprich die Steele, feierlich übergeben werden.

Bei dem Werk geht es darum, die Geschichte, Beständigkeit und lokale Bedeutung der Linde in acht Einzelreliefs a 65 x 30 Zentimeter mit der eigenen künstlerischen Handschrift darzustellen. Die Mitarbeit am Projekt ist ehrenamtlich und stellt die Schaffenden vor besondere Herausforderungen", so Projektkoordinatorin Kristin Baden-Walther.

Gemeinschaftsaktion des Vereines

Die fertige Stele mit den Einzelarbeiten sowie auf der Rückseite der Aufschrift "Frohnauer Hammer" soll vor dem Kassenhäuschen, also direkt an der Stelle aufgestellt werden, wo dereinst die Hammerlinde stand. Helmut Müller ist Vereinschef beim Schnitz- und Krippenverein Geyer. Er erklärt:

"Die Reliefs sind in einer Gemeinschaftsaktion unseres Vereines entstanden. Auf dem einen sind der Musemsbetrieb mit Museumsführer Johannes Schönherr, auch Hammerhans genannt und ein Wasserrad zu sehen. Das andere Relief zeigt die Gründung des Hammerbundes 1907 durch Emil Fink und damit die Erhaltung des Denkmals und den Beginn des Museumsbetriebes." Ein Relief lebt von Licht und Schatten.

"Wir haben dies in dieser Form zum ersten Mal gemacht und hatten keine Erfahrung. Hinzu kam das Holz der Hammerlinde, das zum Teil schwierig zu bearbeiten war", weiß Hans Roscher, der das Portrait des Hammerhans gefertigt hat. Über vier Wochen haben die "Macher" an ihren Reliefs gearbeitet. Nun sind die beiden Stücke perfekt und alle freuen sich, wenn die Steele mit den Werken der Schnitzvereine aus Thum, Geyer, Elterlein, Ebersbrunn und dem Spiegelwald bei den Besuchern für Begeisterung sorgt.