295 Fahrer aus 8 Nationen fahren "Rund um die MZ-Stadt Zschopau"

Freizeit Traditionelle ADAC Classic Gelände-Zuverlässigkeitsfahrt

Zschopau. 

Zschopau. Am Samstag (22. Juni) fällt in Zschopau um 8.30 Uhr der Startschuss für 295 Starter aus 8 Nationen auf 33 Fabrikaten auf dem Rathausplatz zur traditionellen ADAC Classic Gelände-Zuverlässigkeitsfahrt "Rund um die MZ-Stadt Zschopau". Doch bevor die Geländefahrer der 19. Auflage über eine 150 Kilometer-Distanz von der Startrampe tatsächlich ins Rollen kommen, findet die Maschinenabnahme am 21. Juni, von 15.30 bis 21.30 Uhr auf dem Schlosshof von Schloss Wildeck statt, wo auch das Parc Fermé eingerichtet wird.

Kurz bevor die Geländemaschinen inspiziert werden, findet man sich um 15.00 Uhr am Gedenkstein für ein Innehalten zu Ehren der verstorbenen Trophyfahrer Werner Salevsky, Hans Weber, Peter Uhlig und den kürzlich verstorbenen Borstendorfer Karlheinz Wagner ein. Veranstalter der Geländefahrt ist der Motorsportclub MZ Zschopau (MSC MZ) unter dem Vorsitzenden Uwe Klaumünzer.

Dieses Mal dreht sich alles um die Fahrt von 1969

In jedem Jahr steht die Classic Gelände-Zuverlässigkeitsfahrt "Rund um die MZ-Stadt Zschopau" im Zeichen einer der legendären Sechstagefahrten der Vergangenheit. Diesmal steht die 44. Sechstagefahrt von 1969 in Garmisch-Partenkirchen, als die Trophy-Mannschaft zum 6. Mal auf MZ gewinnt, im Fokus.

Hierzu hält das Programmheft einen Rückblick bereit über die Protagonisten von vor 50 Jahren, Peter Uhlig, Werner Salevsky, Klaus Halser, Karlheinz Wagner, Klaus Teuchert und Fred Willamowski. Das Titelbild ist Klaus Halser vorbehalten. Es zeigt den Zschopauer vor 55 Jahren bei seinen zweiten Sechstagefahrt in Erfurt, wo er in der Silbervasenmannschaft A mit Werner Stiegler, Karlheinz Wagner und Hans-Joachim Wilke auf Platz 2 fuhr.

Er wurde mehrmals Deutscher Meister

Für den am 19. Februar 1942 in Eppendorf geborenen Klaus Halser gab das Jahr 1959 den Auftakt für die erfolgreiche Laufbahn als Ausweisfahrer beim MC Zschopau. "Nach der Saison 1959 habe ich bereits die Lizenz in der Tasche und wurde in den Folgejahren mehrmals Deutscher Meister in der 125ccm Klasse.

1963 bin ich zum ASK Vorwärts Leipzig gewechselt. Zwischen 1963 und 1974 bin ich jede Sechstagefahrt gefahren. Rückblickend gab es keine Sechstagefahrt, die leicht oder schwer war - sie waren allesamt hart. Hinzu kommt, dass jeder in der Mannschaft auch Verantwortung dem anderen gegenüber hatte. Wenn man beispielsweise durch übermäßig rasantes Fahren einen Ausfall verursachte, zog das alle in Mitleidenschaft. Immer den Mannschaftsgeist zu bewahren ist unerlässlich.

Wir waren in Garmisch die Favoriten und wollten auch gewinnen. Dass wir das tatsächlich haben, war unserer Leistungsbereitschaft und Beständigkeit zu verdanken", erinnert sich Klaus Halser, der nach der Sechstagefahrt 1974 und 16 Jahren als Geländesportler seinen Helm an den Nagel hängte.