Ausstellung im "smac" Chemnitz : Was ist echt, was ist falsch?

Ausstellung Neue Schau im smac-Foyer widmet sich Kunst und Archäologie

Seit Freitag präsentiert das smac die Foyerausstellung "Venus von Z. Eine Annahme". Der Künstler und Goldschmied Peter Bauhuis erforscht das Gegen- und Miteinander von Kunst und Archäologie. Er fragt: Was ist wahr, was ist falsch, was ist echt? Seine Arbeiten umfassen Schmuck, Gerät und Objekte, aber auch Installationen und die Publikation mehrerer Bücher. Das Gießen verschiedenster Metalllegierungen zu Schmuck und Objekten bildet einen Schwerpunkt in seinem Schaffen.

Ausstellung ist Startschuss für neue Reihe

In der Ausstellung zeigt er seine durch archäologische Funde beeinflussten Gefäße und Objekte. Es sind neueste Arbeiten und erstmalig legt der Künstler seine Inspirationsquelle offen. Es ist die "Venus von Zschopau", eine scheinbar altsteinzeitliche Figurine, die sich aber als Fälschung aus dem 18. Jahrhundert herausstellte. "Bauhuis untersucht die Wahrnehmung von Artefakten und ihre Interpretationen. Er sät den Zweifel an einmal festgestellten Bedeutungen. Aus dieser Verunsicherung eröffnen sich ihm immer neue künstlerische Perspektiven", so das smac.

Mit "Venus von Z. Eine Annahme" eröffnet das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz die erste Ausstellung der neuen Reihe "a wie atelier im smac". Gemeinsam mit der Kuratorin Professor Ines Bruhn wurde hierzu ein Konzept entwickelt, das in regelmäßigen Abständen Künstlern verschiedener Genres dazu einlädt, ihre Arbeiten direkt in den Kontext der archäologischen Exponate des Museums zu stellen und in den Raum der Dauerausstellung zu intervenieren. Die Arbeiten von Peter Bauhuis werden bis zum 4. August gezeigt.