Ausstellung: zum "Umbruch Ost" in Chemnitz

Ausstellung Ab 22. September im Tietz

Am Dienstag, dem 22. September, 18 Uhr, wird die Plakatausstellung "Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel" in der Volkshochschule im TIETZ eröffnet. Sie wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit und die Veränderungen in Ostdeutschland. Im Zentrum der Schau stehen die Umbruchs- und Aufbruchserfahrungen der Ostdeutschen seit 1990.

Der Historiker Dr. Stefan Wolle, der die Ausstellung entworfen hat, wird bei der Eröffnung sprechen. Er ist Leiter des DDR-Museums Berlin und forscht seit Jahrzehnten zur Geschichte der DDR. Nach seinem Vortrag gibt es die Gelegenheit, sich über persönliche Erfahrungen auszutauschen und im Gespräch zurückzublicken. Die Volkshochschule lädt alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Zahl an Plätzen ist eine Anmeldung unter www.vhs-chemnitz.de oder 0371/4884343 erforderlich.

Das Thema der Ausstellung

Die Ausstellung thematisiert auf 23 Tafeln mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbanden. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung. Die Plakate erzählen von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentieren die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Themen sind u. a. die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien, eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Die Schau präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Herausgeber von "Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel" sind die Bundesstiftung Aufarbeitung und der Ostbeauftragte der Bundesregierung. Die Ausstellung wird bundesweit in über 1.000 Städten und Gemeinden gezeigt, in Chemnitz ist sie bis zum 18. Dezember 2020 zu den Öffnungszeiten der VHS zu sehen. Die Ausstellungseröffnung ist eine Kooperation des Evangelischen Forums Chemnitz und der Volkshochschule Chemnitz.