Besonderes Abenteuer: Emotionales am Todesstreifen

Premiere Erlebnisse eines Grenzgängers auf der Reise zu sich selbst

Plauen. 

Plauen. Jahrzehntelang hat Mario Goldstein die Erinnerungen an seine Fluchtversuche aus der DDR und die Zeit hinter Gittern verdrängt. Erst als er sich entschloss, die gesamte ehemaligen innerdeutschen Grenze abzulaufen, bricht in ihm alles wieder auf. Am Donnerstagabend gab es im ausverkauften Vogtlandtheater die Vorpremiere zur Live-Reportage "Abenteuer Grünes Band - Vom Todesstreifen zur Lebenslinie".

 

Schäferhündin "Sunny" begleitete ihn auf seinem Abenteuer

 

Gespannt verfolgten die Besucher wie der Abenteurer auf dem früheren Kolonnenweg der Grenztruppen sich seiner eigenen Geschichte stellte. Mit Rucksack, Wanderstock, Hut und Schäferhündin "Sunny" nahm er die einzelnen Etappen in Angriff.

 

Er begegnete besonderen Menschen und erlebte eine faszinierende Natur, die es anderswo in Deutschland gar nicht mehr gibt. Mitunter erinnerte ihn nur Klacken seiner Wanderstockspitze auf dem Beton-Weg der Grenzer, das hier einmal der Eiserne Vorhang die Landschaft durchschnitten hat.

 

Diese Geschichte geht unter die Haut

 

Zwischendurch Sequenzen von Streckmetallzäunen, Stacheldraht und Wachtürmen. Schüsse durchschneiden die Stille. Das Treffen mit einem ehemaligen politischen Gefangenen ging genauso unter die Haut wie das Gespräch mit einer alten Frau, deren Heimatdorf aufgrund des Grenzverlaufs einfach dem Erdboden gleich gemacht wurde.

 

Manfred Lemke aus Gera war tief beeindruckt. "Mir sind die Tränen gekommen."Am 21. April (15 Uhr) wird an gleicher Stelle zur zweiten Vorpremiere eingeladen. Karten für die Veranstaltung sind im Freie Presse-Shop erhältlich.