Freiberger Silberbergwerk bei Landesausstellung mit dabei

Silber-Boom Die Vorbereitungen laufen an

Freiberg. 

Freiberg. Die vierte sächsische Landesausstellung, welche im Jahr 2020 unter dem Thema "Industriekultur" vor allem in Zwickau stattfindet, wirft auch in Freiberg ihre Schatten voraus. Denn mit der "Reichen Zeche" existiert hier einer von sechs dezentralen Standorten. Zum "Silber-Boom" wird mit deutlich höheren Besucherzahlen des Lehr-, Forschungs- und Besucherbergwerks gerechnet, und um für die vielen Gäste noch attraktiver zu sein, ist man bereits jetzt mit zahlreichen Vorbereitungen beschäftigt.

"EntdeckerTour" und Rohstoff-Ausstellung

Darüber gaben die Beteiligten, die TU Bergakademie, die Silberstadt und der Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube", in dieser Woche Auskunft. So ist beispielsweise eine Ausstellung geplant, die sich mit dem Thema Rohstoffe beschäftigt. Doch bleibt es nicht dabei. So wird derzeit auf dem Untertage-Lehrpfad eine "EntdeckerTour" gestaltet, bei der sich spielerisch, multimedial und interaktiv dem Bergbau angenähert werden kann. Eine Nummer größer wird die "ForscherTour".

Entlang ausgewählter Versuchsstände begibt man sich auf eine Entdeckungsreise durch das Bergwerk und erhält Einblicke in die Vielfalt der natur- und geowissenschaftlichen Arbeit der TU Bergakademie. "Die Reiche Zeche ist der einzige nichtmuseale Standort der Landesausstellung", betonte Cornelia Hünert, welche an der Schnittstelle zwischen Universität und Silberstadt koordiniert. Sabine Schellbach von der TU Bergakademie erläuterte, dass etwa mit der "Boom-Box" schon bei der Nacht der Wissenschaften am 22. Juni ein erstes Zeichen gesetzt wird.

Einen Großteil an Arbeit tragen die Mitglieder des Fördervereins, welche die Einfahrten gewährleisten. Kurator Jens Kugler erarbeitet derzeit ein Konzept, unter Tage mit Licht und Geräuschen den Raum in den Mittelpunkt zu stellen.