Gleich drei Jubiläen in Zschocken: Festumzug und große Fete

Jubiläum Ersterwähnung, Kirchenturm und Kindergarten

Zschocken. 

Zschocken. Zschocken hat drei sehr gute Gründe zum Feiern: 800 Jahre der Ersterwähnung, 400 Jahre der Wiederherstellung des Kirchenturms und 60 Jahre des Zschockener Kindergartens. Die 800-jährige Geschichte des Dorfes wurde in einer 500-seitigen Festschrift für die Nachkommen festgehalten.

Das Logo hat ihre zwölfjährige Tochter entworfen

Auf die Frage, was sie kostet, antwortet Alexandra Vogel vom Festkomitee: "Ein Euro pro Jahrhundert." Darin sind auch Impressionen von der 775-Jahrfeier zu finden: mit Puppen aus verschiedenen Gewerken. Puppen in verschiedensten Ausführungen säumen auch zurzeit Zschockens Vorgärten und Straßen.

Das Logo zum Fest hat übrigens Alexandra Vogels zwölfjährige Tochter Lina-Marie Vogel entworfen, ihre Mutter Rosmarie gehört wie sie selbst zum Festkomitee, das mit ganz vielen, ganz tollen Höhepunkten die ganzen Feierlichkeiten bestückte, die mit einem Salutschießen gegen 17 Uhr am Sonntag beschlossen werden.

Aktuell sind es schon 77 Festumzugs-Bilder

"Das Schmücken der Vorgärten hat erst zaghaft angefangen und dann ist eine richtige Euphorie ausgebrochen", sagt Jens Gröger, der im extra für die Ausrichtung der Jubiläumsfeier gegründeten Heimatverein freiwillig den Hut für die Organisation des Festumzuges hat aufsetzen lassen. "Als die Aufgaben verteilt wurden, habe ich gesagt, ich kümmere mich um den Umzug, weil ich nicht wusste, was alles auf mich zukommt", sagt der 52-Jährige und gibt ehrlich zu: "Wir haben gehofft, 60 Bilder zusammenzubekommen, zwischendurch hatten wir 86 Anmeldungen gehabt. Am heutigen Dienstag haben wir 77 nummerierte Bilder. Worüber wir sehr überrascht sind, ist, dass sich daran nicht nur die Zschockener mit großer Freude beteiligen."

Erst die Slawen, dann der Hochadel und die Rittersleute

Angekündigt haben sich die Wildenfelser Schalmeiner, die Hartensteiner Posaunen, das Akkordeon-Orchester Zwickauer Land, die Bergkapelle Schneeberg, der Karnevalsverein Wilkau-Haßlau aber auch Bergbauvereine aus Aue und Oelsnitz/Erzgebirge und die Tierfelder Feuerwehr, die mit einem historischen Löschfahrzeug kommt. "Es werden sich aber natürlich auch unsere Firmen und Vereine präsentieren", sagt er.

Das erste Bild des Festumzug stellt die Besiedlung mit der Einwanderung der Slawen dar, ihnen folgen der Hochadel und die Rittersleute, aber auch ein Henker mit dem Galgen. "Wir starten 14 Uhr und wollen die Strecke von 1,3 Kilometer in anderthalb Stunden durchlaufen", sagt Gröger, dessen Mutter Christa, die im September 80 wird, die Ältesten des Dorfes mitrepräsentiert.