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Neues DRIP Festival: Themen, über die Mensch nicht gern spricht

Premiere Kulturfestival "Der Rahmen ist Programm" läuft aktuell

Chemnitz. 

Seit Mittwoch bis zum 5. Juni wird in Chemnitz erstmals das Kulturfestival "Der Rahmen ist Programm" stattfinden. Geplant ist ein bunter Mix aus Theater, Rundgängen, Diskussionen, Clubtouren, Werkstätten und vielem mehr. Dabei treffen Besucher auf ein Potpourri an Künstlern aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus. Eine Vielzahl der Veranstaltungen wird dabei in der Chemnitzer Clublandschaft von Weltecho, Lokomov, Nikola Tesla bis hin zu transit, Subbotnik und Zukunft stattfinden. Die Theatermacher zeigen in ihren Produktionen Themen, über die Mensch nicht gerne spricht, schon gar nicht mit denjenigen, mit denen man sonst sowieso nicht ins Gespräch kommt. Besucher erwarten Themen wie schreiende Pegida-Omas, Erinnerungen an den eigenen Körper, vergangene Poesie, Leben mit Suizid, das Clubleben und die Vereinbarkeit von Unterschieden, der Umgang mit (weiblicher) Macht, die DDR, das Leben in Deutschland, auch als Viet-Deutsche und Mütter und Töchter.

Theater, Clubtouren, Diskussionen und mehr

Auf dem Programm steht zum Beispiel mit "GRRRRL " ein Theaterstück über Macht, Gewalt und Sexismus im Nikola Tesla. Gegenüber im Lokomov wird es direkt danach zu einer Steh-Party kommen. Auf der Bühne Off-Komplex soll mit "Der Deutsche Traum" ein Theaterstück über die Eindrücke nach Deutschland kommender Menschen zum Besten gegeben werden. "Wie macht man gute Kunst für Ostdeutsche?" erwartet die Gäste im Subbotnik - hier geht es um die Geschichte dreier Theatermacher und vor welchen Aufgaben und Hürden sie in Ostdeutschland stehen. Hohen Stellenwert wird beim Festival auf den Abbau von Barrieren gelegt, die nicht allein in der Gesprächsbereitschaft liegen. "Der Rahmen ist Programm" möchte ein Festival sein, bei dem alle teilnehmen können. Eine barrierearme Homepage und ein Programmheft in Einfacher Sprache sind dabei erst der Anfang eines Prozesses.

Das Festival ist koordiniert im Rahmen des Projektes "neue unentd_eckte narrative 2025 des ASA FF in Kooperation mit dem Verband der Freien Darstellenden Künste in Chemnitz und "Festivalfriend".

Das komplette Programm unter https://www.drip-festival.com.

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