Gornauer Bürgermeister kämpft wie ein Ritter

Fasching 24. Klein-Tiroler Fasching geht mit viel Humor zu Ende

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Sogar König Arthur und Martin Luther waren bei der Schlüsselübergabe an Gornaus Bürgermeister Nico Wollnitze (Mitte) anwesend. Foto: Andreas Bauer

Gornau. Das Ende der "fünften Jahreszeit" hat Gornaus Bürgermeister Nico Wollnitzke seinen Rathausschlüssel beschert. Das goldene Exemplar, das er am 11. November den Narren des Dittmannsdorfer Heimatvereins überlassen musste, holte sich das Gemeindeoberhaupt am Aschermittwoch zurück.

Und wieder einmal hatten sich die Vereinsmitglieder für den letzten Akt des mittlerweile 24. Klein-Tiroler Faschings eine Menge einfallen lassen. Prominente Gäste wie Martin Luther oder König Arthur waren zu Gast, um sich Wollnitzkes Heldentaten anzuschauen.

Der Bürgermeister musste sich beweisen

Unter dem Motto "Närrisch warn's, die alten Rittersleut" wurde das Publikum ins Mittelalter entführt. Vor dem Gornauer Rathaus galt es, sich mehreren Herausforderungen zu stellen, um das akribisch bewachte Burgtor passieren zu können. "Die leichteste Aufgabe war, den Drachen steigen zu lassen", berichtet Nico Wollnitzke schmunzelnd. Kein Wunder: das kleine Papierteil war ja bereits an vier Heliumballons gebunden.

Doch nach dem Anlegen seiner Rüstung musste der Bürgermeister ja auch noch die Hexe in die Flucht schlagen, den "Tierischen Ernst" an den Pranger stellen und den Amtsschimmel aus dem Haus treiben. Doch damit hatte Wollnitzke seine "Burg" noch nicht endgültig zurück. Drinnen angekommen, wartete noch jede Menge "Ritter-Sport" auf das Gemeindeoberhaupt.

Schokoladensorten erkennen unter besonderen Umständen

Während er sich durch das Erkennen verschiedener Schokoladensorten kämpfen musste, gab es so manchen Seitenhieb auf die Situation im Ort. So vereinbarten die Narren beispielsweise eine Tafelrunde am neuen Kreisverkehr oder ließen sich über den Breitbandausbau auf der bürokratischen Streckbank aus. Obwohl sie zudem gleich mehrfach eine Verlegung der Burg nach Dittmannsdorf vorschlugen, überließen sie Nico Wollnitzke mit viel Humor letztlich sein Domizil in Gornau.