Apple investiert eine halbe Milliarde Doller in seine "Arcade"

Um seinen für Herbst angekündigten Gaming-Abo-Dienst Apple Arcade groß rauszubringen, greift der iPhone- und Mac-Hersteller tief in die Tasche: Mit 500 Millionen Dollar will man ein hochwertiges Spiele-Angebot für die Abonnenten garantieren.

Satte 500 Millionen Dollar: So viel Kapital will Apple offenbar zur Verfügung stellen, um Spieleentwicklungen für seinen im Herbst 2019 startenden Games- und zumindest teilweise auf Streaming-Technologie basierenden Dienst Apple Arcade anzustoßen. Die müssen nicht notwendigerweise exklusiv für die Systeme des Herstellers erscheinen (iPhone, iPad, Apple TV, Mac) - aber eine Veröffentlichung für das Konkurrenz-System Android schließt sich offenbar aus.

Auf diese Weise will der Hersteller bis zum Launch von Apple Arcade 100 Spiele im Programm haben - darunter sogar einige bekannte Marken von Cartoon Network, Konami und Sega. Außerdem hat das britische Traditionsstudio Revolution Software ("Baphomets Fluch") eine Fortsetzung zu seinem 16-Bit-Adventure "Beneath a Steel Sky" angekündigt.

Einem Bericht der "Financial Times" zufolge können auf einzelne Titel mehrere Millionen Dollar Fördersumme entfallen - vorausgesetzt natürlich, es steckt genügend Potenzial dahinter. Ob das der Fall ist, können Entwickler-Studios unter anderem herausfinden, indem sie sich bei einer eigens für diesen Zweck eingerichteten Website anmelden: Hier können sie Apple kontaktieren, ihr Projekt vorstellen und gegebenenfalls Konditionen aushandeln.

Welches Geschäftsmodell Apple für seinen Arcade-Dienst anstrebt, ist noch unbekannt - vermutlich wird es sich aber um ein Abo-Modell nach Netflix-Vorbild halten. Unklar ist bisher außerdem, ob die Entwickler für die Bereitstellung ihrer Titel eine feste Beteiligungs-Summe erhalten oder nach Spielzeit entlohnt werden. Mikro-Transaktionen wie in Free-to-Play-Spielen dagegen soll es bei Apple Arcade keine geben.

Apple Arcade Preview — Coming Fall 2019